15.06.2021 15:16 |

ÖFB-Star zufrieden

Sabitzer fühlt sich als „Sechser“ pudelwohl

Beim EM-Auftaktsieg am Sonntag über Nordmazedonien hat Marcel Sabitzer eine im Vergleich zu den jüngsten Spielen des österreichischen Fußball-Nationalteams leicht adaptierte Rolle eingenommen. Der Steirer agierte nicht als Zehner hinter einer Solospitze, sondern etwas tiefer hinter zwei Angreifern und fühlte sich in dieser Position nach eigenen Angaben überaus wohl.

Das liegt wohl auch daran, dass er sich bei seinem Club RB Leipzig in ähnlichen Räumen bewegt, wie Sabitzer am Dienstag in Seefeld erzählte. „Ich spiele seit eineinhalb Jahren auf der Sechs oder Acht. Da ist es normal, dass ich ein gutes Gefühl auf dieser Position habe. Auf jeden Fall fühle ich mich in dieser Rolle wohler.“

„Habe mich gut entwickelt“
Dabei ist Sabitzer eigentlich ein gelernter Offensivspieler, doch unter Trainer Julian Nagelsmann veränderte sich in Leipzig sein Aufgabengebiet. „Es war ein laufender Prozess, es ging von Jahr zu Jahr immer weiter zurück“, erzählte der 27-Jährige. Er habe sich daraufhin intensiv damit beschäftigt, wie er seine Spielweise für das Mittelfeldzentrum anpassen müsse. „Ich habe mir vieles angeschaut, was die Prinzipien der Sechsererposition betrifft, und ich denke, ich habe mich auf dieser Position sehr gut entwickelt.“

Eine Folge seiner neuen Rolle war der Rückgang von Scorerpunkten, an denen Sabitzer aber nach eigenem Empfinden in der Öffentlichkeit noch immer gemessen wird - zu Unrecht, wie er betonte: „Doch ich habe das für mich akzeptiert.“ Für ihn stehe der Teamerfolg im Mittelpunkt. „Ich spiele mannschafsdienlich und bin nicht auf den persönlichen Erfolg aus.“

Dieses Motto gilt auch für Donnerstag (21.00 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker), wenn in Amsterdam das Kräftemessen mit dem Gruppenfavoriten Niederlande steigt. „Wir gehen mit einem guten Gefühl ins Spiel, hatten schon die Gegneranalyse und wissen, was auf uns zukommt. Es wird ein schwieriges Match, aber wir wollen auch da etwas mitnehmen“, erklärte Sabitzer.

So wie die Nordmazedonier werden wohl auch die Niederländer auf eine Dreierkette in der Abwehr setzen. „Deswegen wissen wir, wo wir Räume vorfinden“, meinte Sabitzer. Dennoch sei die Partie nicht mit jener in Bukarest zu vergleichen. „Die Holländer werden nicht so ein Abwehrbollwerk aufziehen.“

Ein Punkt könnte reichen
Schon ein Punkt in Amsterdam wäre wohl gleichbedeutend mit dem Einzug ins Achtelfinale, was vor fünf Jahren in Frankreich nicht gelang. „2016 waren wir einfach nicht gut genug. Wir haben nicht unsere Leistung gebracht und sind deshalb verdient ausgeschieden“, resümierte Sabitzer.

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