Vier Mal schneller

Supercomputer in Wien wird um 4,2 Mio. Euro “getuned”

Wien
02.02.2011 12:37
Der schnellste Rechner Österreichs steht in Wien und soll nun noch flotter werden. Der von der Universität Wien, der Technischen Universität (TU) Wien und der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien 2009 in Betrieb genommene "Vienna Scientific Cluster" (VSC) wird in den nächsten Monaten um 4,2 Millionen Euro ausgebaut.

Die beteiligten Unis teilten dies anlässlich der Auftragsvergabe an die Firma Megware Computer aus Chemnitz (Deutschland) am Mittwoch mit. Die Leistung wird damit auf 150 Teraflops vervierfacht, das sind 150 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde.

Schon derzeit ist der VSC der leistungsfähigste Computer Österreichs und seit Inbetriebnahme voll ausgelastet. Derartige Hochleistungsrechner sind unverzichtbare Werkzeuge für die Wissenschaft, vor allem bei Computer-Simulationen (siehe Infobox). Uni Wien und TU Wien teilen sich die Anschaffungskosten je zur Hälfte, die Boku beteiligt sich an den Personalkosten.

Die zweite Ausbaustufe VSC wird über 1.314 Rechnerknoten (derzeit 476) mit jeweils zwei Prozessoren mit je acht Prozessorkernen verfügen. Auch die Energieeffizienz des VSC-2 ist deutlich höher als jene des derzeitigen Rechners. So kommt der Computer mit einer Kühlwassertemperatur von 18 Grad Celsius aus, während andere Supercomputer sechs Grad kaltes Wasser benötigen.

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