Die Teilnehmer mussten 40 Wortpaare auswendig lernen und sich in einem zweiten Experiment die Position von Bildern mit Tieren und Gegenständen einprägen. Danach durfte ein Teil der Gruppe schlafen, der andere nicht. Zusätzlich wiesen die Forscher die Hälfte der beiden Gruppen darauf hin, dass ihr neu erworbenes Wissen in zehn Stunden abgefragt werden würde. Tatsächlich wurden aber alle Teilnehmer nach zehn Stunden getestet.
Dabei schnitten die Kandidaten, die geschlafen hatten, erwartungsgemäß besser ab, als die wach gebliebenen. Doch nur diejenigen, die geschlafen hatten und von dem bevorstehenden Test wussten, zeigten eine besonders gute Gedächtnisleistung.
"Gehirn braucht einen Marker"
"Daraus schließen wir, dass das Gehirn für die Selektion zwischen wichtigem und unwichtigem Wissen einen Marker braucht. Das kann die bewusste Konzentration auf das neu erworbene Wissen sein, aber auch eine emotionale Stimulation, etwa besonderes Interesse am Thema", sagt der Schlafforscher und Studienleiter Jan Born. "Es kann deshalb sinnvoll sein, zum Beispiel Vokabeln vor dem Schlafengehen zu lernen und sich dabei bewusst zu machen, dass es wichtig ist, sie zu behalten."











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