11.06.2021 15:45 |

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Gesetzesänderung: Flughafen kassiert 35 Millionen

Eine Novelle des Flughafenentgeltegesetzes (FEG) bringt dem Airport in den kommenden fünf Jahren satte 35 Millionen Euro. Bitter: Heuer werden maximal noch 300.000 Passagiere erwartet, davor waren es in Spitzenzeiten über 1,5 Millionen Euro.

Die Novelle des Flughafenentgeltegesetzes (FEG) soll einen massiven Einnahmenabsturz für die österreichischen Verkehrsflughäfen nach der Coronakrise verhindern. Nach dem nun erfolgten Ende der Begutachtungsfrist dürfte dies in den nächsten Wochen im Nationalrat beschlossen werden. Ohne Gesetzesänderung würden die Entgelte für den Flughafen Salzburg bis 2026 um 40 Prozent sinken, betonte Verkehrsstaatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) am Freitag am Salzburger Airport.

Sie heißen Landeentgelt, Parkentgelt, luftseitiges und landseitiges Infrastrukturentgelt, Betankungsinfrastrukturentgelt, Fluggastentgelt oder Sicherheitsentgelt - und sie bilden die zentralen Einnahmen für einen Flughafen. Wie sich diese Gebühren entwickeln, wurde in Österreich bisher durch eine gesetzlich festgelegte Formel berechnet. Vereinfacht ausgedrückt besagt diese: Steigt das Verkehrsvolumen kräftig an, sinken die Gebühren, geht das Aufkommen stärker zurück, steigen sie. Die Coronakrise hat nun aber die Grenzen dieses Modells aufgezeigt.

Denn das rasche Wiedererstarken der Luftfahrt nach Corona hätte die Höhe der Gebühren wegen mehrjähriger Durchrechnungszeiträume über Jahre in den Keller rasseln lassen. „Durch das starke Wachstum wären die Einnahmen zerbröselt. Alle österreichischen Flughäfen hätten dann defizitär gearbeitet“, sagte die Salzburger Flughafen-Geschäftsführerin Bettina Ganghofer. Dem Salzburger Airport würden ohne Novelle in den kommenden fünf Jahren 35 Millionen Euro entgehen, in den Folgejahren wären es 15 Millionen Euro. Die Novelle friert nun die Flughafentarife ein.

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