Prozess in Wels

Taliban-Mitglied wegen Mordaufruf vor Gericht

Ein 31-jähriger Afghane muss sich Anfang Juli in Wels vor Gericht verantworten, weil die Verbrechen der Taliban verherrlicht und unter anderem zum Mord an einer amerikanischen Medizinerin aufgerufen haben soll.

Ein mutmaßliches Taliban-Mitglied kommt am 7. Juli in Wels vor Gericht. Dem 31-jährigen Afghanen, der Ende September 2020 von der Cobra verhaftet worden war, werden die Verbrechen der terroristischen Vereinigung und kriminellen Organisation, versuchte Bestimmung zum Mord, gefährliche Drohung, Verhetzung und Aufforderung zu terroristischen Straftaten vorgeworfen, bestätigte Staatsanwaltschaftssprecher Christoph Weber am Donnerstag.

Ärztin hatte Koran verbrannt
2012 war der Mann nach Österreich gekommen, seit 2015 sei er subsidiär schutzberechtigt. In verschiedenen sozialen Medien habe er laut Weber ab 2017 die Taliban verherrlicht und die selbst ernannten Gotteskrieger gutgeheißen. Das schwerste Delikt, die versuchte Bestimmung zum Mord, auf das 10 bis 20 Jahre Haft bzw. lebenslang stehen, richtet sich gegen das Leben einer Ärztin in den USA. Nachdem diese laut eines Videos offenbar den Koran verbrannt hat, rief der Verdächtigte mehrmals im Internet dazu auf, die Medizinerin zu töten. Der Prozess ist vorerst für einen Tag anberaumt.

 OÖ-Krone
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Freitag, 22. Oktober 2021
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