16.05.2021 07:07 |

Nebenwohnsitz:

Nach „Corona-Hochzeit“ hat Paar kein Schuldgefühl

Keinen Funken Schuldgefühl hat ein Brautpaar, das am Freitag mit 40 Freunden zuhause in Sandl die Hochzeit feierte. Das führte zu einem Polizeieinsatz, die Gesellschaft durfte aber bleiben. 25 Teilnehmer hatten dafür eigens Zweitwohnsitze in Sandl angemeldet.

Freitag kurz vor 18 Uhr wurde die Polizei zu einer Corona-Party in Sandl gerufen, da in der Nähe eines Hauses 40 Autos stehen sollten. Die Beamten nahmen mit dem Hausbesitzer (43) und seiner Gattin (40) Kontakt auf. Sie zeigten sich zuerst nicht kooperativ. Weitere Streifen fuhren hin, um eine Eskalation zu verhindern. Die zuständige Gesundheitsbehörde, also die BH Freistadt, ordnete nach Kontaktaufnahme an, die Corona-Hochzeit nicht aufzulösen, sondern lediglich die Teilnehmer anzuzeigen. Insgesamt waren 40 Erwachsene und Kinder bei der Hochzeitsfeier anwesend.

„Haben alles getan“
Das Brautpaar Jürgen und Elisabeth P. zeigt sich ungerührt: „Wir haben alles getan, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten. Alle mussten sich vorher testen lassen, wir haben drei Sicherheitsbeauftragte gehabt und einen Caterer, der draußen ein Spanferkel gegrillt hat. Unser Trauzeuge hat Krebs, wir wollten und konnten einfach nicht länger zuwarten.“

BH-Chefin Andrea Außerweger sagt:
„Wir werden uns das genau anschauen. Die Zweitwohnsitzregelung ist nicht als Schlupfloch gedacht.“

Christoph Gantner

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