15.05.2021 09:00 |

Justiz ermittelt

Belästigungsvorwürfe gegen Salzburger Unternehmer

Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat gegen einen Unternehmer (69) ein Ermittlungsverfahren eingeleitet: Es geht um Vorwürfe der sexuellen Belästigung und der geschlechtlichen Nötigung am Arbeitsplatz. Eine Frau (24) hat über ihren Anwalt Anzeige erstattet. Sie spricht von Anbiederungsversuchen. Der Salzburger bestreitet.
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Eine 24-Jährige Frau, die noch vor wenigen Monaten als Telefonistin für den langjährigen Wirtschaftsfunktionär arbeitete, hat die Belästigungsvorwürfe über ihren Anwalt bei der Staatsanwaltschaft erhoben, sagt Sprecherin Elena Haslinger. Ermittelt wird wegen sexueller Belästigung und geschlechtlicher Nötigung. Die Vorwürfe sollen während der Arbeitszeiten passiert sein. Offenbar geht es um Anbiederungsversuche und einen Eingriff in die Intimsphäre. Dabei soll die Frau unter Druck gesetzt worden sein. Wie Haslinger gegenüber der „Krone“ betont, befindet sich das ganze Verfahren noch im Anfangsstadium: Betroffene sind noch nicht verhört werden.

Die „Krone“ konnte den betroffenen Unternehmer erreichen. Im Gespräch bestreitet er die Vorwürfe: „Ich bin der Dame nicht zu nahe gekommen.“ 40 Jahre ist er als Geschäftsführer, und nun als Konsulent, tätig, und seit 50 Jahren mit seiner Frau verheiratet. Aber Derartiges sei ihm „noch nie passiert“. Er fühle sich in einer schwierigen Situation seine Unschuld zu beweisen: „16 Mädchen bei uns können bestätigen, dass ich niemanden belästigt haben.“

Der Ex-Angestellten unterstellte er eine finanzielle Absicht, sie sei „hoch verschuldet“. Hinter dem Ganzen vermutet der 69-Jährige einen Machtkampf im Vorstand des Unternehmens. Es gehe um „Eifersüchteleien“.

Bis zur endgültigen Klärung der strafrechtlichen Vorwürfe gilt die Unschuldsvermutung.

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