15.05.2021 14:00 |

Tirol säumig

Primärversorgung: NEOS fordern Tempo vom Land

Die Tiroler NEOS wollen kommende Woche im Landtag die Regierung an das Vorhaben Primärversorgungseinheiten erinnern und stellen Dringlichkeitsanträge. „Bisher Ziel klar verfehlt“, lautet die Diagnose von Klubobmann Dominik Oberhofer.

Sechs Primärversorgungseinheiten – Ärztezentren mit Zusatzangeboten – hätten in Tirol bis heuer entstehen sollen. Doch bisher gibt es keine einzige. Die Frist wurde nun verlängert. „Wir sind absolut im Verzug beim Ausbau der medizinischen Grundversorgung“, konstatiert Oberhofer. Er sieht darin auch ein Versäumnis des ehemaligen Gesundheits-LR Bernhard Tilg (ÖVP). 2017 haben Land, Bund und Sozialversicherungsträger das Ziel vereinbart. „Verfehlt“, halten die NEOS fest.

Klubobmann Oberhofer: Jetzt heißt es in die Gänge kommen
Oberhofer hofft, dass die neue Landesrätin Annette Leja „rasch in die Gänge kommt“ und eine Umsetzung forciert. Sich nur auf die Zuständigkeit der ÖGK herauszureden, sei zu wenig. In einem Dringlichkeitsantrag fordern die NEOS die Landesregierung auf, „gemeinsam mit dem von der Ärztekammer ins Leben gerufenen Ärztenetz Tirol die Schaffung von Primärversorgungseinheiten zu forcieren“. Die NEOS sehen das Land auch in der Pflicht, beim Bund neben der ärztlichen Finanzierung eine einheitliche Honorierung der restlichen Berufsgruppen in PVEs voranzutreiben. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein dürfte offen dafür sein. Er war bekanntlich Vorreiter der hausärztlichen Primärversorgung.

c.t.

 Tiroler Krone
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