12.05.2021 18:13 |

Weicht Fragen aus

Mahnbescheid gegen Johnson: Hat er Schulden?

Der britische Premier Boris Johnson kommt trotz der erfolgreichen Impfkampagne in Großbritannien derzeit einfach nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Diese haben jedoch nichts mit seiner Politik zu tun, sondern mit seinem Privatleben. Aus einem öffentlich zugänglichen Register geht nämlich hervor, dass ein Gericht bereits im vergangenen Oktober einen Mahnbescheid in der Höhe von 535 Pfund (rund 623 Euro) gegen ihn ausgestellt hat. 

Das wurde am Mittwoch bekannt und heizt die ohnehin schon brodelnde Gerüchteküche rund um Johnsons vermeintliche Finanzprobleme nur noch weiter an. Ob der britische Regierungschef jemandem Geld schuldet und wenn ja, wem und wofür, konnte ein Regierungssprecher zunächst nicht beantworten.

Renovierung mit Parteispenden finanziert?
„Es hat nichts mit der Renovierung des Downing-Street-Grundstücks zu tun“, sagte der Sprecher lediglich. Der konservative Regierungschef hatte sich in den vergangenen Wochen unangenehme Fragen über die aufwendige Renovierung seiner Dienstwohnung in der Londoner Downing Street gefallen lassen müssen. Sein früherer Chefberater Dominic Cummings behauptete, der Premier habe die Renovierung mithilfe von Parteispenden finanzieren wollen.

Johnson ist selbst für die Kosten aufgekommen
Die britische Wahlkommission kündigte daraufhin eine Untersuchung an. Johnson stritt jegliches Fehlverhalten ab. Er sei selbst für die Kosten aufgekommen, versicherte er. Fragen, ob es eine Zwischenfinanzierung mithilfe von Spendengelder gab, wich er stets aus.

Die in dem Mahnbescheid genannte Summe von 535 Pfund ist verglichen mit den Kosten für den Umbau der Dienstwohnung äußert gering. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Sie sollen aber die für Ausbesserungsarbeiten jedem Premier jährlich zur Verfügung stehenden 30.000 Pfund (rund 34.500 Euro) bei Weitem überschritten haben.

Martin Grob
Martin Grob
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