Biologin schlägt Alarm

Sorge um das Rotwild im Kobernaußerwald

Ein neues Gutachten hat beim Verein zur Erhaltung des Rotwildbestandes im Innviertel Alarmstufe Rot ausgelöst. Demnach sind von den sechs Rotwildvorkommen, die es noch vor 20 Jahren in Oberösterreich gab, drei vollkommen verschwunden. Nun ist der Bestand im Kobernaußerwald in großer Gefahr.

„Was wir schon seit sechs Jahren sagen, hat die gerichtlich anerkannte Gutachterin Christine Miller nun bestätigt. Das Rotwild im Kobernaußerwald steht unmittelbar vor der Auslöschung“, ist Alois Weinberger vom Verein zur Erhaltung des Rotwilds tief betroffen.

Scharfe Kritik an Bundesforsten
Die Wildbiologin übt in ihrer Analyse dabei scharfe Kritik an der Bezirkshauptmannschaft und den Bundesforsten. In ihrem Schreiben heißt es: „Die Ermittlung sowie Schätzung des tatsächlich vorkommenden Rotwildbestandes im Kerngebiet wurde bisher von den Bundesforsten abgelehnt, beziehungsweise von der zuständigen Bezirksbehörde nicht angeordnet.“ Für eine Abschussplanung sei das aber unumgänglich.

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Wir haben an bekannten Wildwechsel-Orten Wildkameras installiert und können dort stabile oder sogar steigende Zahlen der erfassten Tiere beobachten.

Österreichische Bundesforste

Sofortmaßnahmen nötig
Ihr dringender Appell: „Da Rotwild ein wesentliches und unverzichtbares Element der Landeskultur im Bereich Kobernaußerwald darstellt, müssensofortige Maßnahmen durch die betroffenen Behörden angeordnet werden.“

Keine Beunruhigung
Die Bundesforste sehen hingegen auch weiterhin keinerlei Grund für eine Beunruhigung: Ihr Rotwildvorkommenerstrecke sich über dieBezirke Braunau, Ried und Vöcklabruck.„In diesen Gebieten wurde deutlich mehr Wild festgestellt als behauptet wird, was nicht zuletzt auch anhand von Wildkamera-Fotos belegt werden kann. Diese Nachweise werden auch von der Bezirksbehörde Braunau anerkannt.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Donnerstag, 24. Juni 2021
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