09.05.2021 08:00 |

Corona-Nothilfe

„Ich musste weinen vor Freude und Dank“

Eine Mutter geriet wegen ihres Ex-Partners in eine schwierige Lage. Zuletzt fehlte sogar das Geld für Lebensmittel. Für ihre Kinder holte sie sich Hilfe - und kann so gegen die Abwärtsspirale ankämpfen.

Just am Geburtstag ihres Kindes, im April 2020, hat sich Kerstin von ihrem Ex-Freund getrennt: „Denn da habe ich erfahren, dass drei Monatsmieten ausständig waren. Mein Ex-Partner und ich hatten ein gemeinsames Konto für unsere Fixkosten, aber er hat alles auf sein Konto überwiesen.“ Erst kurz zuvor hatte sie wegen Corona ihren Job verloren: „Und so bin ich ins Strudeln gekommen.“ Aber das Ganze war erst der Anfang: „Es sind dann noch Strafen reingekommen, weil mein Ex-Partner zu schnell mit dem Auto gefahren ist. Insgesamt waren das 2000 Euro.“

Dann kam der Winter, die Wohnung war schimmlig, Heizung und Warmwasser funktionierten teilweise nicht: „So kann man nicht mit zwei kleinen Kindern leben“, sagt sie. Sie meldete sich bei der Hausverwaltung, zwei Monate dauerte es, bis der Schimmel entfernt wurde. Der kam aber schnell wieder zurück. Und dann wurde auch noch die Miete erhöht. „Das war es dann für mich“, erinnert sich Kerstin, „ich konnte mir das alles einfach nicht mehr leisten. Wir mussten umziehen.“

Tränen der Freude über die Unterstützung
Für den Umzug reizte sie ihren Überziehungsrahmen komplett aus, um ihre Kinder aus der gesundheitsschädigenden Umgebung zu bekommen. „Mein neuer Vermieter ist zum Glück ein Netter, der mir entgegenkommt, und ich zahle jetzt weniger Miete als zuvor“, sagt Kerstin. Trotzdem blieb es finanziell extrem knapp - heuer dann konnte die kleine Familie einfach nicht mehr: „Wir hatten kein Geld für das Essen mehr“, so die junge Mutter, „also habe ich mich dann an meinem Geburtstag entschlossen, bei der Caritas anzurufen - weil ich keinen anderen Ausweg mehr gesehen habe.“

Hier erhielt Kerstin Unterstützung. Sie konnte wieder Essen und das Nötigste einkaufen, sie war so dankbar dafür: „Ich war so überwältigt! Ich habe mich so gefreut, ich musste sogar weinen.“ Auch eine Waschmaschine bekam die kleine Familie: „Unsere alte ging beim Umzug komplett kaputt, eine neue konnte ich mir nicht leisten.“ Derzeit schaut es gut aus, dass Kerstin im Herbst wieder einen Job bekommt. „Bis dahin muss ich mich irgendwie durchschlängeln“, sagt sie, „es kommt noch einiges auf uns zu dieses Jahr.“ Wir wünschen der Mama und ihren zwei Sprösslingen viel Kraft!

So können wir gemeinsam helfen
Damit Menschen wie Kerstin und ihre Kinder einen Ausweg sehen und Hilfseinrichtungen erhalten bleiben, bitten „Krone“ und Caritas auch Sie um Ihre Unterstützung im Rahmen unserer Corona-Nothilfe - danke sehr! Wer konkret spenden will: Auf unserer Internetplattform fuereinand.at wird anlässlich des heutigen Muttertags dazu aufgerufen, Babypakete für Familien in Not zu spenden.

Hilfe für Sie

  • Sie befinden sich in akuter Not? Die Caritas hat unter 05/177 6300 eine Corona-Nothilfe-Hotline eingerichtet, erreichbar Montag bis Freitag, 9 bis 13 Uhr.
  • Bei der Aktion „Plaudernetz“ muss niemand einsam sein, da hat immer jemand ein offenes Ohr - erreichbar unter 05/177 6100, täglich 12 bis 20 Uhr.
  • Die Plattform „Füreinand“ bringt Helfende und Hilfesuchende zusammen. Alle Informationen zu den Initiativen gibt es unter fuereinand.at.
 Ombudsfrau
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Mittwoch, 16. Juni 2021
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