Langes Warten

Neuer Rieder Bahnhof frühestens 2026 auf Schiene

Ordentlich in die Jahre gekommen ist der Rieder Bahnhof. Doch der Neubau wird laut den ÖBB frühestens in fünf Jahren starten. Das größte Problem aktuell: Bewohner von zwei Stadtteilen müssen einen langen Umweg machen, um ins Zentrum zu gelangen. Bereits 2019 wurde der Fußgänger-Bahnübergang abgerissen.

„Der Umweg ist leider nicht nur lang, sondern über weite Strecken auch nicht beleuchtet. Ein stark befahren Bundesstraße mit 8000 Autos täglich muss gequert werden und der Gehsteig bei einer Unterführung ist nicht mehr als 60 Zentimeter breit“, schildert SPÖ-Bürgermeisterkandidat Peter Stummer die Misere vieler Bewohner der Stadtteile Wegleiten und Auleiten – siehe Grafik.

2019 musste der Fußgänger-Übergang in der Nähe des Bahnhofs abgerissen werden. Bei der Stahlkonstruktion hieß es: „Gefahr in Verzug!“ Mit dem Neubau des sanierungsbedürftigen Bahnhofs stellten die ÖBB auch eine Lösung für dieses Problem in Aussicht. Statt des Übergangs gingen die Überlegungen stark in Richtung Unterführung.

Doch das Projekt wird noch einige Jahre auf sich warten lassen. Bei einem Treffen mit der Stadtpolitik zogen die ÖBB einen Baubeginn „Mitte des Jahrzehnts“ in Erwägung.

Bessere Bus-Anbindung als einzige Alternative
„So lange können wir nicht warten“, fordert Stummer rasche Erleichterungen für die abgeschnittenen Stadtteile. Wichtig wäre für ihn eine bessere Beleuchtung und eine „Citybussbrücke“ für Wegleiten und Auleiten. Eine bessere Öffi-Anbindung hält auch ÖVP-Bürgermeisterkandidat Bernhard Zwielehner für die beste Lösung. „Der Bau eines neuen Stegs wäre ein Schildbürgerstreich. Bis die Genehmigung für einen Steher am Tisch liegt, dauert es ein Jahr. Kaum errichtet, müsste man über einen Abriss nachdenken!“

Mario Zeko
Mario Zeko
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