04.05.2021 06:45 |

Nur 2000 Euro erhalten

Rendi-Wagner fordert mehr Geld für Terroropfer

„Die Regierung hat sich nicht um Opfer und Hinterbliebenen gekümmert“, resümiert SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner sechs Monate nach dem Terroranschlag in Wien. Die Betroffenen würden immer noch auf eine angemessene Entschädigung durch die Republik warten, drängt sie auf eine rasche und unbürokratische Entschädigung. Die Hinterbliebenen haben lediglich einen Pauschalbetrag von 2000 Euro erhalten.

„Viele der Opfer der Terrornacht vom 2. November 2020 fühlen sich von der Bundesregierung im Stich gelassen“, kritisiert SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Die Regierung müsse daher „ihre Verantwortung wahrnehmen und würdevoll mit den Terroropfern umgehen“. Die SPÖ fordert in einer Stellungnahme eine Änderung des Verbrechensopfergesetzes, damit der Sozialminister die Möglichkeit bekommt, den Terroropfern und Hinterbliebenen rückwirkend mit angemessenen Entschädigungsleistungen zu helfen.

„Auswirkungen werden Opfer noch lange verfolgen“
Der schreckliche Terroranschlag vom 2. November 2020 habe tiefe Wunden hinterlassen. „Die Auswirkungen des 2. Novembers werden die Opfer des Anschlags noch lange verfolgen. Von der Bundesregierung werden sie aber damit allein gelassen“, kritisiert Rendi-Wagner.

In einem SPÖ-Antrag, der dem Ausschuss für Arbeit und Soziales zugewiesen wurde, fordert die SPÖ die Bundesregierung auf, den Opfern von Terroranschlägen und Hinterbliebenen von ermordeten Terroropfern rasch und unbürokratisch eine angemessene Entschädigungsleistung zuzusprechen.

„Tropfen auf den heißen Stein“
Von den anfangs großspurigen Ankündigungen höre man seitens der Regierung nichts mehr. Stattdessen seien Opfer und Hinterbliebene meisten mit einem Pauschalbetrag von 2000 Euro aus dem Verbrechensopfergesetz abgespeist worden.

„Für viele ist dieser Betrag ein Tropfen auf dem heißen Stein, deswegen wird nun eine Amtshaftungsklage bemüht, die den Opfern eine gerechte Entschädigung zukommen lassen soll. Die Bundesregierung hat sich bisher nicht um die berechtigen Ansprüche der Opfer, Hinterbliebenen und Angehörigen gekümmert“, so die SPÖ-Vorsitzende.

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