29.04.2021 06:00 |

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Hitchcock: Comic zollt Meister der Angst Respekt

1960 traumatisierte „Psycho“ Kinogänger auf der ganzen Welt. Nie zuvor waren Angst und Spannung derart brillant auf der Leinwand inszeniert worden. Woher kommt das Talent eines Alfred Hitchcock, des Mannes, der als „Master of Suspense“ in die Kinogeschichte eingehen sollte? Eine zweiteilige Graphic Novel wirft ein Schlaglicht auf das Leben des visionären Regisseurs. Pünktlich zum 41. Todestag von „Hitch“ verlost krone.at Exemplare von „Hitchcock 1 - der Mann aus London“!

Hitchcock gilt 41 Jahre nach seinem Tod am 29. April 1980, als er in Los Angeles im Alter von 80 Jahren starb, immer noch als unerreichter Meister seines Fachs. Workaholic, Perfektionist, Scherzbold und Koloss in mehr als einer Hinsicht - Hitchcock ist und bleibt ein Phänomen!

Von der katholischen Jugend über London zum Weltruhm
Im ersten (von zwei) Teilen der Comic-Biografie „Hitchcock 1 - der Mann aus London“ von Noël Simsolo & Dominique Hé erfahren wir in Form zahlreicher Geschichten aus dem reichhaltigen Leben von Hitchcocks katholischer Jugend im England der Jahrhundertwende, seinen ersten Schritten in den Londoner Filmstudios und dem weltumfassenden Ruhm, der ihm in den 1950er-Jahren zuteilwurde.

Wer Hitchcock nur als Privatmann gekannt hätte, wäre nie darauf gekommen, dass sich seinetwegen Millionen nicht mehr in den Keller, unter die Dusche oder in die Vogelvoliere trauten. Hitchcock war 54 Jahre lang überaus glücklich mit der Regieassistentin Alma verheiratet, er war stolzer Vater einer Tochter, er war extrem reinlich und ordentlich und besuchte jeden Sonntag die Messe. Auffälliges gab es über ihn nicht zu berichten, außer vielleicht, dass er manchmal von einem Augenblick auf den anderen einschlief, einmal sogar im Gespräch mit Thomas Mann.

Wie also konnte ausgerechnet dieser Mann solche Filme machen? Es war wohl so, dass ihm gerade die Stabilität seiner persönlichen Verhältnisse Kraft gab, sein Leben ganz dem Kino zu widmen. Hitchcock, Jahrgang 1899, war im Filmgeschäft von Anfang an dabei, schon als Zwanzigjähriger schrieb er Zwischentitel für Stummfilme, später lernte er das Regieführen in den Ufa-Studios von Babelsberg.

Zitat Icon

"Im Leben geht es nicht nur ums Atmen. Es geht auch darum, atemlos zu sein."

Alfred Hitchcock

Panische Angst vor der Polizei
Neben seinem hoch entwickelten Sinn für Dramaturgie war es vor allem sein psychologisches Gespür, das ihn zum Genie reifen ließ. Das Thema fast all seiner Filme ist Angst. Hitchcock selbst hatte panische Angst vor der Polizei: Als kleiner Junge war er einmal von einem Bobby zum Spaß in eine Zelle gesperrt worden. Vor allem aber führte er seine Ängste auf seine streng katholische Erziehung zurück. So sah er „Die Vögel“ als Vision des Jüngsten Gerichts über die Menschheit, was ihn bei den Dreharbeiten ungewöhnlich nervös machte.

Viel ist über sein Verhältnis zu Frauen geschrieben worden. Immer besetzte er die weiblichen Hauptrollen mit Blondinen, die anfangs unnahbar und überlegen scheinen, aber dann tief gedemütigt werden. Den Duschmord in „Psycho“ verstand er als Vergewaltigungsszene.

Geheime Wünsche in seinen Filmen ausgelebt
Möglich ist, dass er im Film geheime Wünsche ausgelebt hat. So steht es jedenfalls in seiner autorisierten Biografie. Der Filmkritiker John Russell Taylor schreibt dort: „Ein weniger korrekter und moralischer Mensch hätte wahrscheinlich viel größere Hemmungen, seine privaten Komplexe so deutlich in seinen Filmen sichtbar werden zu lassen.“

Mit der grafisch hochwertig gestalteten Comic-Biografie haben Autor Noël Simsolo und Illustrator Dominique Hé „keine Heiligsprechung des Regisseurs geschaffen“, ist etwa NDR Kultur voll des Lobes. Man siehe „diese fast mythische Figur der Filmgeschichte als das, was sie ist. Als Mensch mit großen Talenten und vielen, vielen Fehlern.“ Fazit: Eine lohnende Lektüre für Film- und auch Comic-Fans!

„Hitchcock 1 - Der Mann aus London“ ist im Handel und Online beim Splitter Verlag erhältlich, Teil 2 soll im kommenden Herbst folgen. Gewinnen Sie mit krone.at Exemplare der liebevollen und mit viel Respekt geschaffenen Graphic Novel über das Leben des großen Regisseurs!

Das Gewinnspiel ist leider bereits zu Ende!

Harald Dragan
Harald Dragan
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