25.04.2021 11:00 |

Corona-Nothilfe

„Und auf einmal liege ich im Spital“

Tuberkulose veränderte sein Leben, während der Corona-Pandemie geriet er in eine Notlage: Der Niederösterreicher Michael Schumacher berichtet über seine Erfahrungen und seine finanziellen Sorgen. Dank der Corona-Nothilfe von „Krone“ und Caritas konnte Herrn Schuhmacher geholfen werden.

Michael Schumacher (57) war Berufsfahrer. Anders als sein Namensvetter ist der Niederösterreicher aber nicht anderen davongerast, sondern hat Menschen mit Behinderungen, Schüler und Kurgäste von A nach B transportiert. Vergangenes Jahr ist es dann passiert: Er hat sich bei einem Schulkind angesteckt. Nein, nicht mit Corona, sondern mit Tuberkulose. „Na, und jetzt ist die Lunge beleidigt“, sagt er, „jede Kleinigkeit endet mit einer Lungenentzündung. Seit September bin ich außer Gefecht gesetzt.“

Eine harte Erfahrung für ihn: „Ich war immer ein Dinosaurier, die letzten 30 Jahre war ich nicht einmal im Spital. Und auf einmal lag ich in einem abgesonderten Krankenhauszimmer. Durch eine Schleuse habe ich mein Essen bekommen, wo zuerst die äußere Tür geöffnet wurde, dann erst die innere, wenn die äußere wieder zu war“, beschreibt er die Zeit im Spital. Corona, das ja eine Lungenkrankheit auslöst, verschärft für ihn die Situation jetzt enorm. „Ich darf nicht einmal zum Supermarkt gehen. Mein Arzt sagt, wenn ich unbedingt rausmuss, soll ich nur zehn Minuten meine Straße auf- und abgehen und sichergehen, dass mir dabei niemand begegnet.“

„Ich kenne solche Umstände nicht“
Isoliert, einsam, abgeschnitten lebt der Niederösterreicher nun also. Sein einziger Lichtblick: „Zum Glück habe ich einen kleinen Garten“, sagt er, „da kann ich mich wenigstens raussetzen. Das ist das einzige Positive in dem ganzen Schlamassel im Moment.“ Genau dieses kleine Stückchen Paradies ist aber gefährdet: Aufgrund seiner Erkrankung ist Schumacher berufsunfähig, die Miete ist aber hoch. „Im Jänner und Februar hatte ich null Einkommen“, berichtet er, und auch schon im ersten Lockdown hatte es Einsparungen beim Arbeitgeber gegeben.

Unterstützung bekam er bei der Caritas: „Sonst wäre ich nicht über die letzten Wochen gekommen. Das ist eine neue Erfahrung, ich kenne solche Umstände nicht“, sagt er, „es ist einfach so von heute auf morgen gegangen.“ Damit Menschen wie Michael Schumacher einen Ausweg sehen und Hilfseinrichtungen erhalten bleiben, bitten „Krone“ und Caritas auch Sie um Ihre Unterstützung im Rahmen unserer Corona-Nothilfe - danke sehr!

Hilfe für Sie

  • Sie befinden sich in akuter Not? Die Caritas hat unter 05/177 6300 eine Corona-Nothilfe-Hotline eingerichtet, erreichbar Montag bis Freitag, 9 bis 13 Uhr.
  • Bei der Aktion „Plaudernetz“ muss niemand einsam sein, da hat immer jemand ein offenes Ohr - erreichbar unter 05/177 6100, täglich 12 bis 20 Uhr.
  • Die Plattform „Füreinand“ bringt Helfende und Hilfesuchende zusammen. Alle Informationen zu den Initiativen gibt es unter fuereinand.at
 Ombudsfrau
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Mittwoch, 16. Juni 2021
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