13.04.2021 08:00 |

Tourismus-Bilanz

Betten blieben im Winter leer - Hoffen auf Sommer

Salzburgs Touristiker prognostizierten es bereits seit langem, nun ist es fix: Der coronabedingte Ausfall der Wintersaison sorgte allein bis Ende Februar für ein Nächtigungsminus von 98,8 Prozent – nur Geschäftsreisende und Kurgäste durften nächtigen. Wirtschaftsforscher erwarten weitere, herbe Einbußen im Tourismus.

Damit war, ehrlich gesagt, schon zu rechnen. Zwischen November und Februar brachen Salzburgs Nächtigungszahlen um rekordverdächtige 98,8 Prozent ein – nur Geschäftsreisende und Kurgäste durften während des strikten Beherbergungsverbotes nächtigen.

Diese negative Bilanz dürfte im heurigen Jahr kein Einzelfall bleiben: Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) rechnet 2021 mit einen Nächtigungsrückgang von 58,8 Prozent, verglichen mit 2019. Vorausgesetzt, dass Ende Mai die Hotels und Pensionen wieder aufsperren, Reisewarnungen fallen und etwa auch die Impfungen voranschreiten und weitere Corona-Wellen ausbleiben.

Salzburgs Touristiker halten diese Prognose teils für „sehr optimistisch“. Noch vor der Krise verbuchten die Betriebe gut 52 Prozent ihrer Nächtigungen im Winter, die restlichen 48 Prozent in den Sommermonaten.

„Wir haben bereits bald die Hälfte des Jahres hinter uns und hatten bisher einen Totalausfall“, berichtet Tourismusexpertin Petra Nocker-Schwarzenbacher .

Heißt im Umkehrschluss: Die Branche bräuchte eine sehr gute Sommersaison, um den prognostizierten Wert noch zu erreichen.

Buchungslage für den Sommer lässt hoffen
Derzeit stehen die Zeichen dafür mancherorts nicht schlecht: Die Buchungen für die Sommermonate trudeln in den Betrieben ein. Und das, obwohl momentan unklar ist, ab wann heuer gereist werden kann.

„Heuer geht es darum, dem Gast größtmögliche Flexibilität anzubieten“, sagt Hotelierin Nocker-Schwarzenbacher. Ihr Brückenwirt in St. Johann ist für die Sommermonate gut gebucht – sie bietet kostenlose Stornierung bis drei Tage vor Reiseantritt an.

Ähnlich sieht die Lage auch Gellnwirt Martin Gruber aus Tamsweg – auch für seine 25 Betten gehen dieser Tage Anfragen ein: „Es wird bereits gebucht, es ist aber noch nicht berauschend viel. Wir gehen davon aus, dass der Sommer gut wird, wenn wir aufsperren dürfen“, berichtet Gruber.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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