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Hiobsbotschaften | Gretchenfrage Maske

Hiobsbotschaften: Was da gestern wieder alles an Meldungen rund um Corona in der Redaktion hereinprasselte! Wieder einmal eine Stellungnahme der EU-Arzneimittelbehörde EMA zu AstraZeneca: Nun sieht man zwar einen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und Thrombosen - allerdings nur in sehr seltenen Fällen, deshalb wurde kein Impfstopp empfohlen. Schon zuvor war bekannt geworden, dass die von Corona schwer gebeutelte Slowakei derzeit dem russischen Vakzin Sputnik V keine Zulassung erteilt. Aus Tirol hörte man ebenfalls Beunruhigendes: Nachdem man den Bezirk Schwaz wegen hoher Inzidenz zur Impf-Modellregion erkoren hatte und dort mittlerweile schon ein Gutteil der Bevölkerung einen ersten Stich erhalten hat, tritt nun vermehrt eine Mutation der Briten-Mutation auf. Die 2. Impfrunde, die nun startet, sollte dem, so hofft man jedenfalls, den Garaus bereiten. Nebenbei wurde gestern bekannt, dass die Lebenserwartung in Europa durch Corona im Vorjahr erstmals seit den 60-er-Jahren gesunken ist - in Österreich um mehr als ein halbes Jahr. Unterdessen kommen wahre Horrormeldungen aus Brasilien und Indien, wo Corona mehr denn je wütet. In Brasilien wurden erstmals mehr als 4000 Tote an einem Tag gezählt. Und wenn wir schon bei schlechten Nachrichten sind: Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres forderte gestern dringend einen Lockdown für ganz Österreich. Was kann man angesichts all dieser Hiobsbotschaften noch Positives suchen? Höchstens: Eigentlich kann es nur besser werden!

Gretchenfrage Maske. In der FPÖ wird die Maskenfrage immer mehr zur Gretchenfrage. Nach Herbert Kickls demonstrativer Maskenverweigerung im Parlament meldete sich der blaue Parteichef Norbert Hofer zu Wort. Das freie Mandat erlaube zwar, sich im Parlament der Hausordnung - und damit der Maskenpflicht - zu entziehen. „Wer das tut stellt sich aber in einer Selbstüberhöhung über alle Menschen, die sich an Regeln halten müssen“, twitterte der Nationalratspräsident. Der von ihm überdeutlich angesprochene Klubobmann Kickl replizierte, von ihm gebe es dazu keinen Kommentar vor der Klubsitzung am Freitag, denn, so Kickl: „Alles andere wäre selbstüberhöhend“. Na, da haben sich die beiden blauen Chefs aber lieb!

Einen schönen Tag!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

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Samstag, 10. April 2021
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