12.04.2021 08:15 |

Erneuerbare Energie

Windkraft als Motor für den „grünen Strom“

Eine stabile und sichere Energieversorgung ist ein wesentlicher Faktor für eine funktionierende Wirtschaft. In 20 Jahren muss die Stromversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt sein. Das ist technisch schon jetzt machbar und je schneller der Umbau des Energiesystems erfolgt, desto stabiler und preiswerter ist die Bereitstellung des „grünen Stroms“. Bereits jetzt zählen Windkraft und Sonnenenergie zu den kostengünstigsten Technologien.

Durch die Corona-Pandemie sind viele Arbeitsplätze verloren gegangen. Der Ausbau der Windkraft soll deshalb dabei helfen, neue Arbeitsplätze nach Kärnten zu bringen. In den nächsten vier Jahren werden 19 Windräder in Kärnten errichtet, die erneuerbaren Strom für zwölf Prozent der Kärntner Haushalte erzeugen.

Windkraft schafft neue Arbeitsplätze
An der Errichtung der Windräder werden auch viele regionale Unternehmen beteiligt sein. So auch das Vermessungsbüro Pöllinger aus Wolfsberg. In Summe sollen für die Umsetzung der Windparks in Kärnten 275 Personen auf den Windparkbaustellen arbeiten und weitere 25 dauerhafte Arbeitsplätze für Wartung und Betrieb der Anlagen entstehen.

„Wir wollen Menschen bewegen“
„Wir arbeiten seit 35 Jahren als Lavanttaler Vermessungsbüro mit Sitz in Wolfsberg. ,Wir wollen Menschen bewegen’ ist unser Motto. Da freut es mich besonders, dass wir bei einem Windparkprojekt in unserer Region mitarbeiten können. Für die Energiewende müssen wir uns alle bewegen, damit der Windstrom uns auch in Zukunft die Bewegung in einer gesunden Umwelt ermöglichen kann“, so Karin Pöllinger, Geschäftsführerin des Vermessungsbüros Pöllinger.

Wertschöpfung für Kärnten und ganz Österreich
Der Ausbau der Windkraft stärkt die Regionen und trägt zur positiven Entwicklung der Wirtschaft in Kärnten bei. So bleiben bei der Errichtung der Windräder etwa 30 Prozent der Wertschöpfung in Österreich. Zusätzlich verbleibt die Hälfte der Windenergieprojektkosten über die Betriebsjahre in der Region.

Energiewende nur mit erneuerbaren Energien möglich
„Seit 23 Jahren setzen wir uns bereits für die Energiewende ein. Dabei ist eines klar geworden: Die Energiewende schaffen wir nur mit allen erneuerbaren Energien. So beziehen wir unseren Strom von der AAE Naturstrom, einem Pionier der Ökostromerzeugung aus Kötschach-Mauthen und Besitzer der bis jetzt einzigen zwei Kärntner Windräder. Es wird Zeit, dass wir die erneuerbaren Energien rasch ausbauen und dazu zählt neben der Biomasse und der Sonnenenergie auch die Windkraft“, sagt Rudolf Michael Rattenberger, Geschäftsführer vom „Installatör Holz die Sonne ins Haus“ in St. Veit an der Glan.

Pro Windrad Investition von fünf Millionen Euro
Jedes Windrad benötigt bei der Errichtung 20 Personen, die es aufbauen und an das Stromnetz anschließen. Sobald das Windrad errichtet ist und Strom erzeugt, haben zwei weitere Personen über die gesamte Lebensdauer des Windrades eine Arbeitsstelle. Jedes Windrad löst darüber hinaus Investitionen von mehr als fünf Millionen Euro aus. Insgesamt 470.000 Euro fallen davon bei der Errichtung als regionale Wertschöpfung an. Weitere 3,6 Millionen Euro kommen als Wertschöpfung durch Wartung und Betrieb über die Lebensdauer des Windkraftwerkes hinzu.

Kärntner Rohstoffe: Sonne, Wind, Wasser und Holz
„Als Produzent von hochwertigen Photovoltaikmodulen mit Qualität ,Made in Austria’ sind wir Marktführer in Österreich, vertreiben unsere Module darüber hinaus aber auch in ganz Europa. Wir beschäftigen uns seit 30 Jahren mit dem Thema Solarenergie. Daher ist eines klar: Fossile Energieträger haben ein absehbares Ablaufdatum. Sonne, Wind, Wasser und Holz sind die Rohstoffe, die in Kärnten zur Verfügung stehen und die es in vernünftigen Größen regional zu nutzen gilt. Wir täten gut daran auch in Kärnten die Sonnen- und Windenergie nachhaltig auszubauen. Dann kann jeder Bürger doppelt profitieren, durch Kostenersparnis und eine saubere Umwelt“, so Peter Prasser, Geschäftsführer der Sonnenkraft in St. Veit an der Glan.

Warum wir die Windkraft nutzen sollen - Fragen und Antworten zur klimaschonenden Stromerzeugung mit der Kraft des Windes.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.windfakten.at

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