01.04.2021 12:30 |

Corona-Nothilfe

Ein Neubeginn in der Krise

Die Pandemie fordert besonders jene Menschen, die es schon zuvor schwer hatten. Wie Gustav, der sich gerade erst aus der Krankheit gekämpft hat…

Jeden Abend ein Dach über dem Kopf zu haben, ein Bett, in das man sich zum Schlafen legen kann, im Winter ein warmes Zuhause - nein, das war nicht immer selbstverständlich für Gustav. Als Kind wurde der gebürtige Oberösterreicher vom Vater arg verprügelt und misshandelt: „Ich habe jahrzehntelang darunter gelitten und meine schwere Kindheit mit Arbeit verdrängt“, so Gustav. Seinerzeit verdiente er als Schichtarbeiter sein Geld, war 18, 19 Stunden täglich im Einsatz. Bis es ihm in der Nachtschicht immer wieder „umgeschmissen hat“.

Vom Betriebsarzt ging es direkt ins Krankenhaus, von dort gleich weiter in den Krankenstand. Es quälten ihn Überlastung, Schlafstörungen, schwere körperliche und psychische Probleme - vor allem: die Alkoholsucht. Mit Mitte 40 war Gustav nicht mehr fähig zu arbeiten: „Mir ist es sehr schlecht gegangen. Ich war nur bei Ärzten, habe schwer zu kämpfen gehabt.“ Dreimal versuchte er sich umzubringen. Es folgten Spitalsaufenthalte, dann kam der große Totalzusammenbruch. Und er merkte: „So kann es nicht weitergehen.“

Unterstützung beim beinharten Neubeginn
Gustav entschied sich für einen völlig neuen Weg: Er zog nach Kärnten, holte sich Hilfe bei der Caritas, krempelte sein Leben total um, besorgte sich eine kleine Wohnung und machte eine Therapie: „Ich bin jetzt das dritte Jahr trocken. Alkohol ist kein Thema mehr für mich.“ Damit Menschen wie Gustav einen Ausweg finden, sich Unterstützung holen können und eine Zukunft haben, haben „Krone“ und Caritas die gemeinsame Corona-Nothilfe wieder hochgefahren.

Und in diesem Rahmen bitten wir nun auch Sie um Ihre Unterstützung, damit wir alle gemeinsam Menschen in der Not helfen können. Wir sagen ein herzliches Danke!

Hilfe für Sie

  • Sie brauchen dringend Hilfe, befinden sich in akuter Not? Die Caritas hat eine Corona-Nothilfe-Hotline eingerichtet: 05/177 6300, erreichbar Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr.
  • Beim „Plaudernetz“ ist man nicht einsam, da hat immer jemand ein offenes Ohr, unter 05/177 6100 täglich von 12 bis 20 Uhr erreichbar. Und die Plattform „Füreinand“ bringt Helfende und Hilfesuchende zusammen. Alle Infos zu den Initiativen gibt es unter fuereinand.at
 Ombudsfrau
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Donnerstag, 15. April 2021
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