31.03.2021 14:39 |

Problematische Stoffe

53% der Ostereierfarben sind gesundheitsgefährdend

Kurz vor Ostern wurde das Angebot der österreichischen Supermärkte an gefärbten Ostereiern und Produkten zum Selberfärben überprüft. Während sich auf den bereits gekochten und gefärbten Eiern in der Regel nur unbedenkliche Farben finden, ist die Situation bei Produkten zum Selberfärben wenig erfreulich: 29 von 54, also mehr als die Hälfte der Färbemittel enthalten für die Gesundheit problematische Stoffe wie etwa Azofarben.

„Gesundheitsgefährdende Stoffe in den Farben gehören nicht ins Osternest und schon gar nicht in Kinderhände. Diese Produkte immer noch zu produzieren und zu verkaufen, ist unnötig und unverantwortlich“, so Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich, über die Ergebnisse des Tests.

Die kritisierten Eierfarben enthalten Stoffe, die im Verdacht stehen, Hautreizungen auszulösen, Asthma mitzuverursachen und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung) zu begünstigen.

Gerade beim Färben mit Kindern gelangen die Farben häufig auf die Haut. Durch kleine Risse in der Schale können die Farben auch aufs Ei gelangen und werden dann verzehrt. Problematische Produkte von bekannten Marken wie Fixcolor und Heitmann sind in den meisten Supermärkten erhältlich.

Keine Warnhinweise vorgeschrieben
Die Konsumenten werden über mögliche Gefahren beim Eierfärben nicht informiert. Diese müssen im Gegensatz zu mit Azofarben gefärbten Lebensmitteln keinen Warnhinweis tragen. Empfehlenswert fürs Eierfärben daheim sind Naturfarben oder Farben aus der Natur, wie etwa Zwiebelschalen oder Kurkuma. Die beste Wahl fürs Osterfest sind Eier in Bioqualität.

Augen auf beim Eierkauf!
Während aufgrund der überwiegend geschlossenen Gastronomie in Österreich seit Sommer 2020 viele Millionen Eier aus Bodenhaltung zu viel am heimischen Markt sind, werden gleichzeitig große Mengen an Eiern aus der in Österreich verbotenen Käfighaltung in heimischen Lebensmitteln verarbeitet. „Es kann nicht sein, dass wir EU-weit die strengsten Haltungsbestimmungen im Bereich der tier- und umweltfreundlichen Eierproduktion einhalten, aber in Nudeln und Kuchen finden sich anscheinend weiterhin große Mengen Eiprodukte aus der in Österreich verbotenen Käfighaltung“, mahnt Franz Karlhuber, Obmann der ZAG - Zentrale Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Geflügelwirtschaft.

Kaufen Konsumenten Eier im Handel, so können sie über die Eingabe der Kennzeichnung am Ei über eierdatenbank.at feststellten, in welchem Betrieb das Ei gelegt wurde und in welcher Haltungsform die Hennen gehalten werden.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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