06.04.2021 17:20 |

Mit Story & Rezept

Seetals Geschichte macht Hunger auf Schweinsbraten

Römersiedlung, Ostgrenze zu Österreich, Passhaus und Burgruine: Die Historie des Seetaler Klauswirts umfasst ganz leicht 1000 Jahre. Erzbischof Macheiners Großnichte erzählt sie gerne und kocht dabei in aller Ruhe ihren bekannten Schweinsbraten.

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Keine 100 Meter vom Klausentor entfernt begrüßt einen die Grüne Mark. Doch der schmale Torbogen, durch den eine einspurige Straße führt, war und ist viel mehr als nur die Grenze zur Steiermark.

Weiß wohl kaum jemand so gut wie Maria Kößler, die im Seetaler Klauswirt Chefin und Chefköchin ist. Die Großnichte des früheren, verstorbenen Salzburger Erzbischofs Dr. Eduard Macheiner (bis 1972, Lieblingsspeise Speckstrudel) erzählt in dessen Heimathaus von der Vermutung, dass sich vor über 1000 Jahren die Römer hier angesiedelt hatten. Dass die einst vier Meter hohe Mauer der Ruine Klausegg bis 1816 Österreich mit der Steiermark von Salzburg und Deutschland trennte. Man sich in der Taverne der Befestigungsanlage schon vor Jahrhunderten ausgiebigst stärken konnte.

Bei so viel Historie knurrt der Magen. Löblich, dass die Inhaberin den Schweinsbraten längst zubereitet hat, er bereits auf dem urigen, Wärme spendenden Holzofen ruht. „Das Bratl gibt’s nur nach Vorbestellung, dafür wird jeder satt“, lächelt Kößler. 30 Jahre Erfahrung geben ihr recht.

Über die Köchin: Maria Kößler (55), Chefköchin, Inhaberin Klauswirt, Seetal. Maria Kößler ist die Großnichte des früheren Salzburger Erzbischofs Dr. Eduard Macheiner, lernte im Gasthof Örglwirt in Mariapfarr. Weitere Stationen: Gasthof Gellnwirt (Tamsweg), mehrmals im Winter auf Saison, 1992 Übernahme Klauswirt vom Onkel.

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