Zementwerk Hatschek

Großumbau: Sieben Millionen Euro für bessere Luft

In der Zielgeraden befindet sich der Umbau des Zementwerks Hatschek. Ein neuer Filter und ein 22 Meter höherer Kamin sollen Staub und Gestank verringern. Vier Salzkammergut-Gemeinden reicht das nicht. Sie reichten eine Klage ein. Prozessbeginn: 14. April.

„Die Klage ist absolut nicht notwendig gewesen. Ich sehe dem Prozess aber sehr gelassen entgegen“, ließ Werksleiter Peter Fürhapter die „Krone“ beim Besuch des Zementwerks Hatschek im Gemeinde-Dreieck von Gmunden, Pinsdorf und Altmünster wissen. Stolz führte er durchs Werksgelände, das seit Jänner um sieben Millionen Euro umgebaut wird – besser gesagt umgebaut werden muss.

Neue Anlage belastete die Nerven der Anrainer
„Es gab Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der neuen Produktionsanlage um 50 Millionen Euro“, gibt Fürhapter zu, die Nerven und Sinnesorgane der Anrainer strapaziert zu haben. „Gefahr für Mensch und Umwelt bestand aber zu keinem Zeitpunkt!“

Bereits in wenigen Tagen wird der neue Filter in Betrieb gehen. Die Firma verspricht eine Halbierung der Staubemissionen. Bis Juni wird der Kamin von 69 auf 91 Meter erhöht. Auch das verringere Staub und Gestank. Durch diese Umstellung sollen Sicherheitsabschaltungen, die immer wieder für große Staubwolken gesorgt hatten, der Vergangenheit angehören.

Den umliegenden Gemeinden geht der Umbau nicht weit genug. Sie fordern auch eine Nachverbrennungsanlage. „So eine Anlage ergibt überhaupt keinen Sinn. Wir würden jährlich um 4000 Tonnen mehr Kohlenstoffdioxide erzeugen!“ Auch die Forderung, sich an anderen Zementfabriken zu orientieren, sei unangebracht. „Jedes Werk verwendet andere Rohstoffe. Wir sind am neuesten Stand der Technik!“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Donnerstag, 13. Mai 2021
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