18.12.2010 15:30 |

Nicht zu schlagen

ÖSV-"Superadler" Morgenstern feiert vierten Sieg in Serie

Thomas Morgenstern hat am Samstag seine unglaubliche Serie im Weltcup der Skispringer fortgesetzt: Dem Triple-Olympiasieger aus Kärnten, der nach dem ersten Durchgang 0,4 Zähler hinter Adam Malysz auf Rang zwei gelegen war, reichte im zweiten Durchgang ein 135,5-Meter-Satz zum vierten Sieg en suite in dieser Saison.

Der Kärntner siegte 2,2 Punkte vor Malysz und 6,2 Punkte vor dem Finnen Matti Hautamäki auch im zweiten von drei Bewerben in Engelberg. Andreas Kofler, am Freitag Zweiter, verpasste Rang drei als Vierter um 3,5 Punkte. Mit Wolfgang Loitzl kam ein dritter ÖSV-Adler als Siebter in die Top Ten.

Morgenstern, der in Lillehammer mit einem Double aufgezeigt hatte, könnte nun in Engelberg bei den letzten Bewerben vor dem ersten Saisonhöhepunkt, der Vierschanzentournee, gar das Triple schaffen, denn am Sonntag geht auf der Große-Titlis-Schanze noch ein dritter Bewerb über die Bühne. Der Weltcup-Gesamtsieger 2007/08 hält damit nun schon bei insgesamt 18 Weltcup-Siegen und führt in der Wertung bereits 145 Zähler vor seinem Landsmann Andreas Kofler, der den Saison-Auftakt in Kuusamo für sich entschieden hatte.

ÖSV-Adler einsame Spitze

Damit sind von bisher sechs Einzelbewerben fünf an die Erfolgstruppe von Cheftrainer Alexander Pointner gegangen - und das ohne Gregor Schlierenzauer, der derzeit ja wie auch David Zauner wegen einer Verletzung pausieren muss. "Das war ein ganz spannender Wettkampf. Die Serie von Thomas ist beeindruckend. Er springt ganz sauber", freute sich der Cheftrainer über die Entwicklung Morgensterns, aber auch über jene von Wolfgang Loitzl, der immer konstanter wird.

Dass Österreichs Springer auch in Abwesenheit von Schlierenzauer und Zauner den Weltcup diktieren, ist freilich auch gerade für die Verletzten eine Entlastung. Allen voran Schlierenzauer. "Hätten wir nur einen Gregor Schlierenzauer, wäre schon die Hölle los", so Pointner. Ob der Tiroler tatsächlich bis zur Tournee fit werden wird, steht freilich in den Sternen. Bis zum letztmöglichen Moment werde man zuwarten. "Er kann vielleicht bei der Tournee dabei sein, das muss aber auch nicht schon in Oberstdorf sein", lässt sich Pointner alle Möglichkeiten offen.

Pointner: "Es ist ein anderer Thomas Morgenstern"

Doch der Star im Team ist derzeit zweifellos Morgenstern. "Es ist ein anderer Thomas Morgenstern, auch anders als vor drei Jahren, als er einmal schon so eine Serie hatte." Was er bei Morgenstern für einen Unterschied registriere? "Er ist viel positiver, weniger emotional und nicht so niedergeschlagen, wenn es nicht so läuft. Er ist einfach ausbalancierter", beschreibt Pointner seine derzeitige Nummer 1.

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