18.12.2010 21:25 |

Sieben Verletzte

Defekte Therme pumpte Gas in Gemeinderatssaal

Im Gemeindeamt Haslau an der Donau im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich sind am Freitagabend sieben Personen durch einen Kohlenmonoxid-Austritt verletzt worden. Bei der Sitzung einer Ortspartei klagten plötzlich mehrere Anwesende über Atemnot, Übelkeit, Schwindel und Herzrasen. Daraufhin wurden ein Notarztteam, vier Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei alarmiert.

Sie saßen an dem ovalen Tisch, plauderten bei der Ortsparteisitzung am Freitagabend eher über SPÖ-Internes. "Plötzlich wurden unsere Füße schwer, wie bleiern, wir bekamen wildes Herzrasen", schildert Vizebürgermeisterin Birgit Ponath. "Uns ist extrem schlecht geworden", so Mitarbeiterin Nina Weinhappl.

"Ein sechster Sinn rettete uns das Leben", erklärt Birgit Ponath weiter. Denn sie alle wussten: Hier drinnen bleiben wäre Selbstmord. Als sie sich erhoben, um die Fenster zu öffnen, tauchten sie mit ihren Köpfen noch tiefer in die oben schwebende Gaswolke: Die Symptome wurden schlimmer!

Mit letzter Kraft kämpften sich die sieben, unter ihnen auch die Gemeinderäte Sonja und Martin Ficht sowie Robert Lacina, ins Freie. Josef F. erwischte es am schlimmsten, er ging noch zur Therme nachsehen – und lief direkt in die lebensgefährliche Zone.

Im Haus der Vizebürgermeisterin wurde ein Not-Lazarett eingerichtet – mit der Rettung ging es dann ins Spital. Alle sieben sind auf dem Weg der Besserung.

von Michael Pommer und Gerhard Bartel, Kronen Zeitung

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