16.12.2010 16:53 |

Aktion aus Protest?

Mann auf Schienen blockiert U4 - 150 Fahrgäste evakuiert

Ein Mann hat am Donnerstagnachmittag die U-Bahnlinie U4 zwei Stunden lang lahmgelegt, indem er sich einfach auf die Gleise setzte. Wie Polizeisprecherin Iris Seper berichtete, saß er mit einem Messer bewaffnet in der Station Landstraße auf den Schienen und drohte sich umzubringen. Weil er nicht auf die Gesprächsversuche des Verhandlungsteams regierte, wurde er von Wega-Beamten überwältigt.

Dabei warteten die Beamten auf einen günstigen Moment, um ihn mit einem Taser - einer Elektroschockpistole - außer Gefecht zu setzen. Der Mann wurde dem Rettungsdienst übergeben und danach in ein Krankenhaus gebracht. Während des Vorfalls war von etwa 13.30 bis 15.30 Uhr kein U- Bahn- Betrieb zwischen Karlsplatz und Friedensbrücke möglich, so die Wiener Linien. Die U4- Station Landstraße wurde komplett gesperrt.

150 Fahrgäste nach 15 Minuten evakuiert

Zudem musste auf der Strecke der Strom abgeschaltet werden, weshalb eine Garnitur der U4 in Fahrtrichtung Hütteldorf zwischen Schwedenplatz und Landstraße stehen blieb. Nach 15 Minuten Abwarten und Absprache mit den Einsatzkräften wurden die 150 betroffenen Passagiere aus dem Zug evakuiert, berichtete Answer Lang, Sprecher der Wiener Linien.

Der "Aktivist", dessen Identität vorerst unklar war, dürfte sich ungerecht behandelt fühlen. Er hatte Flugzettel verteilt, mit denen er laut der Polizeisprecherin gegen angebliche Menschenrechtsverletzungen protestierte.

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