07.03.2021 10:00 |

Maske nicht genug

Salzburger Lehrer ärgern sich über Testpflicht

Die Gesetzesnovelle aus dem Gesundheitsministerium ließ diese Woche die Wogen hochgehen: Lehrer und Kindergartenpädagogen müssen sich künftig auch auf das Coronavirus testen lassen. FFP2-Masken reichen als Alternative nun nicht mehr aus. Das stößt vielen sauer auf.

„Ich frage mich oft, wo meine persönliche Grenze bei den Maßnahmen liegt. Eine Testpflicht geht zu weit“, ärgert sich eine Lehrerin aus dem Pinzgau. Sie sei nicht generell gegen Tests. „Sollten die Nasenbohrtests aber nur bei den Schülern und nicht bei uns Lehrern gelten, geht es nur mehr um Schikane.“

Die bisherige Möglichkeit für Test-Verweigerer alternativ mit FFP2-Maske zu arbeiten, soll nun entfallen. Ein Testverweigerer-Fall aus Vorarlberg sorgte vergangenen Donnerstag auch österreichweit für Schlagzeilen. Zwei Lehrer hatten sich geweigert, im Unterricht eine FFP2-Maske zu tragen oder sich testen zu lassen.

„Einige denken auch über Kündigung nach“
Pflichtschulgewerkschafter Anton Polivka glaubt nicht, dass das ein Einzelfall bleiben wird. „Der Großteil der Lehrer in Salzburg trägt die Maßnahme mit. Trotzdem haben mich schon einige Kollegen angerufen und gemeint, sie würden über eine Kündigung nachdenken.“

Welche dienstrechtlichen Konsequenzen Pädagogen drohen, die sich gegen die Testpflicht stellen, ist noch nicht klar. Salzburgs oberster Lehrerpersonalvertreter Sigi Gierzinger schreibt in einem Facebook-Posting dazu: „Ich gehe davon aus, dass pragmatisierte Lehrer ein Disziplinarverfahren bekommen. Vertragslehrer werden vermutlich entlassen.“

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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