05.03.2021 07:59 |

Nach Kurz-Streit

Stöckl: „Schwierige Zeit für Politik“

Das Thema Impfen lässt die Wogen hochgehen – nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in der Politik. Zuletzt waren sich Bund und Land beim Thema Impfen recht uneinig. Auch Salzburgs Impfgeschwindigkeit wurde vom Kanzler bemängelt. Jetzt will Gesundheitsreferent Christian Stöckl ordentlich zulegen – wenn die Impfdosen auch geliefert werden.

13.556 Salzburger wurden vollständig immunisiert, 32.561 haben die erste Teilimpfung erhalten. Im März sollen da noch viele weitere dazukommen. „In den nächsten vier Wochen sollen wir 30.000 Dosen Impfstoff bekommen. Wenn das auch so eintritt, machen wir schon einen großen Sprung nach vorne“, sagt Gesundheitsreferent und Landesvize Christian Stöckl. So stehen in den nächsten drei Wochen vor allem die verbleibenden Risikogruppen auf dem Impfplan. „Auch Seniorenwohnhäuser, in denen beim Start große Covid-Cluster waren, müssen jetzt noch nachgeimpft werden“, erklärt er. Rund um den 20. März sollen dann alle 80-Jährigen und Risikopatienten das Vakzin bekommen haben und parallel dazu auch die Mitarbeiter aus privaten Krankenanstalten, Reha-Personal, und Mitarbeiter von Mobiler Pflege und Behindertenbetreuung.

Es kommt immer auch auf die Auswertung an
Vorwürfe, dass Salzburg im Bundesländer-Vergleich mit den Impfungen nachhinkt, weißt Stöckl zurück. Auch Kanzler Sebastian Kurz hatte diesbezüglich, wie berichtet, Kritik am Salzburger Impfplan geübt. „Ich halte nichts davon, wenn wir uns gegenseitig treiben. Das ganze System ist im Moment so schnelllebig, dass sich hier täglich etwas verändert. Außerdem kommt es immer darauf an, wie man die Zahlen auswertet“, sagt Stöckl. Trotzdem ist die Stimmung zwischen Bund und Land wohl angespannt. Stöckl dazu: „Im Grunde genommen ist es einfach eine schwierige Zeit, alle sind nervös und viele arbeiten auf Anschlag – auch in der Politik. Bei so vielen Sachen, die täglich zu organisieren und abzustimmen sind, kommt es eben zur ein oder anderen Nervosität.“ Trotzdem werde man sich auch weiterhin mit Vorschlägen „von der Basis“ beim Bund einbringen.

Marie Schulz
Marie Schulz
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