Standortgarantien

30 Millionen Euro für das oberösterreichische Heer

Geld fürs „Nötigste“ ließ Verteidigungsministerin Klaudia Tanner beim Besuch des Fliegerhorsts Hörsching da. 30 Millionen Euro werden heuer und im kommenden Jahr in die Heeres-Infrastruktur in Oberösterreich investiert. Und es gibt nun eine Bestandsgarantie für die Kasernen und einen Ausbauplan für Hörsching.

In den vergangenen 20 Jahren war nur zugesperrt worden: die Kasernen Steyr, Kirchdorf, Linz-Ebelsberg, das Truppenübungsgelände Oberfeld am Dachstein. Noch heuer soll mit der Erneuerung der Stellungsstraße in Linz um acht Millionen Euro begonnen werden und kommendes Jahr werden fünfeinhalb Millionen Euro in die Sanierung des Hangars am Fliegerhorst Vogler in Hörsching investiert. Offen ließ die Ministerin aber, welche Flugzeuge und Hubschrauber in mittelfristiger Zukunft hier untergestellt werden sollen.

Ab 2028 am Boden
Denn nach dem Aus für die Saab 105 mit Jahreswechsel gibt’s noch keinen Nachfolger. Die zwei Hercules-Transportmaschinen sollen ab dem Jahr 2028 am Boden bleiben. Hier gibt’s Sondierungen für einen Nachfolger oder Kooperation mit Nachbarstaaten. Und die Agusta Bell-Helikopter in Linz werden auch nur noch maximal ein Jahrzehnt fliegen.

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Mit den 30 Millionen Euro haben wir das bekommen, was wir angefordert haben. Wir können ohnehin nicht alles auf einmal angehen, die Kasernen sind voll, für jedes Projekt müssen wir Leute zwischen Gebäuden umschichten. Wir sind zufrieden.

Brigadier Dieter Muhr, Militärkommandant OÖ

Wichtig für Eurofighter
Da die neuen Leonardo-Helis nicht in Linz ihre Heimat finden, sorgte man sich in Linz über die Zukunft des Fliegerhorsts, nicht zuletzt, da in einer Aussendung zum Abschied der Saab die Ministerin von Hörsching als „Ausweichflughafen“ gesprochen hatte. „Die Investitionen sind wichtig, damit auch der Eurofighter von Hörsching aus operieren kann“, sagt der oö. Militärkommandant Dieter Muhr.

Autarke „Insel“
„Mir ist wichtig, dass die Kasernen in Oberösterreich jetzt nicht nur abgesichert sind, sondern auch modernisiert und weiterentwickelt werden“, sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer beim Tanner-Besuch. So wird Hörsching um fünf Millionen Euro zur autarken „Insel“ ausgebaut, mit eigener Strom- und Wasserversorgung und Lebensmittelvorrat.

 OÖ-Krone
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Freitag, 16. April 2021
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