08.12.2010 16:56 |

700.000 Besucher

In den Geschäften saß das Börsel am Feiertag sehr locker

Auch am Marienfeiertag haben sich in den Einkaufsstraßen der Bundeshauptstadt wieder die Schau- und Kauflustigen gedrängt. Laut einer Befragung der Wirtschaftskammer Wien (WKO) sind die Händler dabei mit der Passanten-Frequenz mehrheitlich zufrieden, in Summe soll es rund 700.000 Besucher in den Einkaufstraßen gegeben haben. Auch das Börsel saß offenbar locker: 40 Prozent der befragten Kaufleute seien mit der Kauflaune "sehr zufrieden", am ersten und zweiten Einkaufssamstag waren dies nur knapp über 30 Prozent gewesen.

8. Dezember - Kaufentscheidungen werden also zunehmend auch umgesetzt, der Wiener Handel erwartet für den Mittwoch ein "sehr zufriedenstellendes Ergebnis". "Bei den Wienern hat der Feiertag zu Maria Empfängnis in den letzten Jahren einen fixen Platz im vorweihnachtlichen Shoppingkalender eingenommen", sagte Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. Für den "Einkaufsfeiertag" rechnete Jank mit einem Weihnachtsumsatz in der Höhe von 10 Millionen Euro. Er wird damit etwas über einem normalen Shoppingtag unter der Woche liegen, zugleich aber etwas unter den Werten, die Einkaufssamstage üblicherweise erreichen – insbesondere deswegen, weil die Geschäfte erst ab 10 Uhr geöffnet hatten und manche überhaupt geschlossen hielten.

Spielwaren, Bücher und etwa Bekleidung sehr gefragt
Besonders zufrieden mit Passanten-Frequenz und Umsatz waren laut WKO die Händler in der Inneren Stadt, der Inneren und Äußeren Mariahilfer Straße, in der Währinger Straße, der Taborstraße, der Meidlinger Hauptstraße, der Favoritenstraße und der Landstraßer Hauptstraße. Etwas schwächer lief es in der Hietzinger Hauptstraße, der Linzer Straße und der Reinprechtsdorfer Straße. Generell beschrieben die Händler die Frequenz als etwas schwächer als am vergangenen Samstag, die Ausgabenbereitschaft sei aber spürbar gestiegen. Bei den Produkten waren ganz besonders Parfümerie, Spielwaren, Bücher, Bekleidung und Sportartikel gefragt.

"Sehr gute Frequenz" im Donauzentrum
Im Donauzentrum freute sich Center-Leiter Christoph Stoll über eine "sehr gute Frequenz": Der Parkplatz sei zu knapp 100 Prozent ausgelastet, obwohl der Tag ein wenig später gestartet sei als im Vorjahr. Das Niveau des ersten Adventssamstags habe man erreicht, am stärksten wurden Elektro- und Elektronikprodukte nachgefragt, gefolgt von Spielwaren und Geschenken wie Parfumerie-Artikel, Schmuck und Uhren. "Heute ist ein Einkaufstag der Familien, die Kaufentscheidungen für Geschenke fallen gemeinsam und einfacher", meinte Stoll. Auch das mildere Wetter habe einiges beigetragen. Mit dem Einkaufstag sei er "sehr zufrieden".

Rege Nachfrage auch nach Smartphones
Eine extrem hohe Besucherfrequenz konstatierte auch Stadion-Center-Leiterin Katharina Kammerer: "Um 14 Uhr konnten wir bereits ein Besucherplus von rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen." Bis Geschäftsschluss erwartete man eine Steigerung von bis zu 20 Prozent. Rege Nachfrage herrschte im Stadion-Center nach Smartphones, einige Anbieter konnten den Absatz der Handys mehr als verdreifachen. Besucher wurden ins Stadion-Center mit Attraktionen gelockt, so konnten Kinder ihren größten Weihnachtswunsch am Wunschbaum anbringen. Mit Weihnachtsbäckerei und Gratis-Einpackservice sollte die Kauflust weiter gesteigert werden.

Richard Lugner: "Es lauft sehr gut"
Auch Richard Lugner konnte nicht klagen: In der Lugner City sei es am Nachmittag so richtig los gegangen, vorher wollten sich die Wiener offenbar ausschlafen, vermutete er. Der Umsatz sei um geschätzte 20 bis 25 Prozent gestiegen. "Es lauft sehr gut", freute sich der Baumeister und Society-Löwe, aber der 8. Dezember sei in der Lugner City nie der stärkste Tag, denn die Adventsamstage brächten mehr Umsatz. Erst im "Endspurt", am 4. Adventsamstag und in den letzten Tagen vor Weihnachten, werde in der Lugner City am meisten gekauft.

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