13.10.2004 13:38 |

Neue Hoffnung

Antibiotikum als Hoffnung gegen Krebs

Wissenschafter der Stanford University haben nachgewiesen, dass ein verbreitetes Antibiotikum Krebszellen bei Mäusen deaktivieren kann. Die Wirkung des Antibiotikums beruhte dabei auf dem Ausschalten des krebsauslösenden Gens Myc, berichtete pressetext.de.
Die Tiere blieben für die Dauer der Einnahmedes Medikaments krebsfrei. Wurde es abgesetzt, erkrankten dieMäuse an Leberkrebs. Die Forscher erwarten in "Nature" einenneuen Ansatz für die Behandlung von Krebs beim Menschen.Zusätzlich besteht laut BBC Hoffnung auf eine Anwendbarkeitbei Brust-, Darm- und Prostatakrebs.
 
Alle diese Krebsarten nehmen ihren Ausgang in denso genannten Epithelzellen, die den Körper auskleiden. DieWissenschafter untersuchten Mäuse, deren Leberzellen dahingehendverändert wurden, dass sie über ein modifiziertes, krebsverursachendesMyc Gen verfügten. Myc kontrolliert die Zellteilung. Andersals die normale Version des Gens, bleibt die modifizierte Variantepermanent aktiv. Das bedeutete, dass sich die Zellen laufend teiltenund in der Folge teilweise kanzerös wurden. Das AntibiotikumDoxycylin deaktivierte das fehlerhafte Gen und blockierte damitdas Krebswachstum. Das Absetzen führte zu einer Krebserkrankung.Wurde das Medikament erneut verabreicht, wurde Myc erneut deaktiviert,ein weiteres Krebswachstum blockiert und bestehende Krebszellenwieder normalisiert.
 
Der leitende Wissenschafter Dean Felsher erklärte,faszinierend sei, dass Krebszellen wieder in normal erscheinendeZellen verwandelt werden konnten. Obwohl diese Zellen normal aussahen,konnten sie noch immer kanzerös werden, wenn das Medikamentabgesetzt wurde. Damit könnte geklärt sein, warum beimanchen Patienten nach der Chemotherapie die Krebserkrankung wiederkehrt.
Montag, 17. Mai 2021
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