Budget im Visier

Symbolischer “Hungerstreik” und symbolische Demo

Wien
30.11.2010 15:04
Symbolischer Protest stand am Dienstag während der Budgetrede von Finanzminister Josef Pröll (VP) an der Universität Wien auf dem Programm. Etwa 20 Personen traten in der Aula "symbolisch" in einen Hungerstreik - organisiert wurde die auf 24 Stunden angelegte Aktion von den ehemaligen Hörsaalbesetzern der "#unibrennt"-Bewegung. Gefahr für die Aktivisten besteht keine: Die Teilnahme ist laut Einladung "schweigend und jederzeit, auch mit Unterbrechungen, im gesamten Zeitraum nach eigenem zeitlichen Ermessen möglich".

Ebenfalls eher symbolisch war zuvor eine von der Organisation Linkswende organisierte Kundgebung gegen das Budget. An der aufgrund der Bannmeile um das Parlament vor der Universität gestarteten Demo haben laut Polizei ebenfalls nur rund 20 Personen teilgenommen.

Am Nachmittag findet dann ab 16 Uhr vor dem Bundeskanzleramt eine "Mahnwache" der Plattform "Zukunftsbudget" unter Federführung der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) statt. Mit heißen Getränken und Kinderprogramm soll dabei ein "Kurswechsel" eingemahnt werden - wenn der Protest erwartungsgemäß nicht fruchtet, soll er jeden Dienstag im Advent erneut abgehalten werden.

Die ÖH bezeichnete das Budget als "ungerecht, unsozial und einen Kniefall vor dem Föderalismus". Die Regierung kürze "dilettantisch und wahllos". Pröll müsse "der Bevölkerung erklären, warum Gruppen die am wenigsten für das Budgetloch können, wie Jugendliche und Studierende, am stärksten belastet werden".

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