Streit um Lkw-Maut

WK-Wolkenstein: “Gebühr gefährdet Tiroler Jobs!”

Tirol
29.11.2010 16:38
Als einen Anschlag auf die Tiroler Arbeitsplätze sieht Oswald Wolkenstein, Geschäftsführer der Tiroler Industrie in der WK Tirol, die geplante Erhöhung der Lkw-Maut im Unterland. Wie berichtete, soll 2011 die Maut um 25 Prozent erhöht werden. Das sind in Summe 14 Millionen Euro zusätzlich, die laut Georg Willi (Grüne) dringend für den Bau der Unterinntaltrasse benötigt werden. "Wir dürfen nicht länger Geld auf der Straße liegen lassen", begrüßt Willi den Vorstoß.

"Die Tiroler Industrie mit ihren 39.000 Beschäftigten exportiert mehr als 75 Prozent ihrer Waren. Das heißt, dass man Rohstoffe zu den Betrieben und fertige Produkte wieder wegführen muss. Die geplante Erhöhung der Unterinntalmaut gefährdet Arbeitsplätze, da es in der Folge unumgänglich ist, diese zusätzlichen Kosten auf das Produkt umzulegen und man dadurch einen weiteren Wettbewerbsnachteil habe", sagt Wolkenstein. Er verweist auf eine Oberländer Firma, für die dadurch jährlich zusätzliche Kosten von 335.000 Euro anfallen.

Kritik zur Erhöhung der Unterinntalmaut kam ja auch von LA Fritz Gurgiser. "Was will der Herr Gurgiser eigentlich", fragt sich nun SP-Obmann LHStv. Hannes Gschwentner. Sei es der Brennertunnel, höhere Mauten oder die Unterinntaltrasse - alle Maßnahmen, die auf eine Verlagerung des Transitverkehrs auf die Schiene abzielen - werden, so Gschwentner, von Gurgiser, der ja auch Obmann es Tranistforums ist, mit einem "Njet" abgekanzelt.

"Es wäre hoch an der Zeit, dass Gurgiser einen Offenbarungseid leistet und einmal darlegt, mit welchen realisierbaren Konzepten er das Transit-Problem lösen will", so Gschwentner.

von Markus Gassler, Tiroler Krone

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