20.01.2021 09:44 |

Anwendertipps

Technisch sicher durch die Homeoffice-Zeit

Die Herausforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, sind vielfältig. Während einige Branchen und deren Mitarbeiter von Umsatz- und Gehaltseinbußen geplagt wurden, mussten andere damit kämpfen, Kinderbetreuung und Arbeit eigenständig zu organisieren. Dass diese Zeit noch eine Weile anhält, ist wahrscheinlich - vor allem für Arbeitsplätze im Homeoffice. Für viele ist die Homeoffice-Zeit rein technisch betrachtet eine schier unlösbare Aufgabe. Welche Maßnahmen helfen, verrät dieser Beitrag.

Tipp 1: Datensicherung im Homeoffice. So funktioniert’s
Wer mit einem Laptop des Arbeitgebers ausgestattet ist und bereits in der Vergangenheit so gearbeitet hat, der hat oft zahlreiche Möglichkeiten der Datensicherung: In aller Regel werden die Daten im Firmennetzwerk bearbeitet. Die zur Arbeit erforderlichen Daten werden online gesucht, gefunden und vielleicht sogar direkt online bearbeitet. Ggf. kann die benötigte Datei auch heruntergeladen und bearbeitet werden.
Wer diesen Luxus nicht hat, der muss sich im ungünstigsten Fall selbst um eine Datensicherung bemühen, die idealerweise getrennt von den privaten Daten erfolgen sollte. Wer in der Corona-Pandemie an den privaten Rechner ausweicht, kann eine portable Festplatte nutzen, um die für die Arbeit benötigten Daten (die kein anderer braucht) per Festplatte aus dem Unternehmen zu holen und sie zuhause von der Festplatte aus zu bearbeiten. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, die Datenschutzbeauftragten mit ins Boot zu holen, denn in den meisten Firmen ist es strengstens untersagt, Daten vom Unternehmensserver zu holen. Also sollte diesen Datentransfer auf eine neue und vor allem geprüfte Festplatte der Datenschutzbeauftragte übernehmen.
Tipp: Eine automatisierte, im besten Fall sogar doppelte Sicherung ist die beste Wahl, um die Daten sicher abzuspeichern. Existiert nur eine Sicherung des Datenmaterials, ist das Risiko eines Totalverlusts hoch bzw. ist dann in jedem Fall ein Spezialist gefragt, um eine Festplatte reparieren zu lassen. Häufig werden diese Spezialisten als Datenretter bezeichnet, die dann eingreifen, wenn keine oder keine umfangreiche Datensicherung vorliegt.

Tipp 2: Passwortvergabe schützt vor unberechtigtem Zugriff
Wurde der Computer zuhause bisher nur privat genutzt, so ist ein Passwortschutz häufig nicht nötig. Spätestens aber dann, wenn geschäftliche Daten im Heimnetzwerk bearbeitet werden oder gar mehrere Personen den Computer aktiv nutzen, ist es wichtig, geschäftlich genutzte Bereiche zu schützen. Idealerweise passiert dieser Schutz durch das Anlegen verschiedener Benutzer bzw. mithilfe einer Teilung in die private Community, die den Rechner nutzt, und den Homeoffice-Mitarbeiter. Für die Praxis bedeutet das, dass jedes Login entweder als privat oder als geschäftlich gekennzeichnet wird. Wer den Computer dann mit dem geschäftlichen Login startet, hat Zugriff auf alle Programme und geschäftliche Daten. Wer das private Login nutzt, hat dieselbe Software zur Verfügung, die bereits vor der Corona-Zeit auf dem Rechner nutzbar war.

Tipp: Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort empfiehlt, einen Passwort-Manager zu nutzen. Dabei handelt es sich um ein Anwendungstool, dass alle Passwörter sicher unter Verschluss hält und verwaltet. Dieser digitale Passwort-Safe hilft nicht etwa vergesslichen Menschen dabei, sich wieder an ihre Passwörter zu erinnern, sondern nimmt ihnen diese Arbeit direkt komplett ab. Unterm Strich dürfen Passwörter dadurch wieder deutlich sicherer werden, denn was im Passwort-Manager abgespeichert ist, darf ruhig lang und kompliziert sein. Gängige Passwort-Manager sind KeePass, Avira und der Password Safe.

Tipp 3: Sicher unterwegs mit VPN
Wer langfristig im Homeoffice tätig sein kann oder will, sollte sich überlegen, ob ein virtuelles privates Netzwerk nicht eine geeignete Anschaffung wäre, um sicher im Internet unterwegs zu sein. Ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) sorgt für Unabhängigkeit und dafür, dass regional unabhängig Daten verfügbar sind. Das heißt: Wer trotz Homeoffice-Vereinbarung nach Deutschland reisen müsste, um sich beispielsweise um die Pflege eines Verwandten zu kümmern, könnte Gefahr laufen, nicht mehr auf alle Daten und Seiten im Internet Zugriff zu haben. Geoblocking und Ländersperren sind hierfür verantwortlich. Zu umgehen sind eben diese regionalen Sperren ziemlich einfach: Wird der Zugriff nicht als Zugriff aus einem anderen Land erkannt, lässt er sich auch nicht unterbinden.
Ein VPN kann genau das: Unkenntlich machen, woher der Zugriff kommt. Das bedeutet, dass Homeoffice zum mobilen Arbeitsplatz werden kann, ohne dass technische Schranken einen Zugriff unterbinden. Darüber hinaus legt VPN quasi einen Schutz-Tunnel um den User herum, der bewirkt, dass Daten innerhalb dieses Tunnels gut und sicher transferiert werden können.

Tipp: Einige Unternehmen haben ihrerseits bereits auf eine VPN-Lösung umgestellt, um ihren Homeoffice-Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz zu ermöglichen. Wer sich selbst kümmern muss, findet online einige Anbieter, die dabei helfen können, die Privatsphäre zu schützen. Auch gibt es diverse andere Tools, die dabei helfen, die Internetnutzung auch zuhause sicherer zu machen.

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