16.01.2021 12:25 |

Neue Virus-Variante

Kaiser äußert sich zu geplanten Corona-Maßnahmen

Neue Maßnahmen, was Corona angeht, wurden am Samstag besprochen. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser plädiert für „Maßnahmen, die auch der Lebensrealität entsprechen.“

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Österreich dürften verlängert, vermutlich auch verschärft werden. Bei der Beratung drängten Experten - mit Blick auf die neue Virus-Variante B.1.1.7. - am Samstag auf eine Verlängerung des Lockdowns um zwei bis drei Wochen. „Die 7-Tages-Inzidenz müsse auf unter 50 gesenkt werden“, sagt MedUni-Wien-Vizerektor Oswald Wagner. Auch wird das verpflichtende Tragen von FFP2-Masken empfohlen.

Kaiser: „Maßnahmen, die auch der Lebensrealität entsprechen“
Laut Landeshauptmann Peter Kaiser müsse die Lebensrealität der Menschen bei allen Überlegungen von Maßnahmen zur weiteren Eindämmung der COVID19-Pandemie stärker berücksichtigt werden. Einigkeit bestehe darin, eine von Experten für den Fall vorzeitiger Lockerungen prognostizierte Explosion von Infektionen mit dem mutierten Coronavirus B 1.1.7 zu verhindern und insbesondere die Spitalskapazitäten zu schützen. „Es nützt aber nichts, wenn mathematische Überlegungen am Reißbrett gezeichnet werden, die in der Theorie funktionieren, die die Menschen aber nicht leben können“, macht Kaiser in einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Sebastian Kurz deutlich.

Als Beispiel nennt er die Idee, Homeoffice zur Pflicht zu machen, damit diese Eltern dann auch gleichzeitig ihre Kinder zu Hause betreuen sollen. „Das funktioniert vielleicht in mathematischen Simulationen, geht aber an der Lebensrealität von Eltern komplett vorbei“, so Kaiser. Abgesehen davon würde damit eine privilegierte Gruppe geschaffen und so das soziale Gemeinschaftsgefühl leiden.

Corona-Zahlen
In Kärnten sind von Freitag auf Samstag 127 Neuinfektionen registriert worden. Drei Menschen sind an oder mit dem Coronavirus gestorben, die Gesamtzahl der Todesopfer stieg auf 581. Die Zahl jener Erkrankten, die im Spital behandelt werden müssen, stieg um drei auf 112, davon befinden sich zwölf Personen auf Intensivstationen.

 Kärntner Krone
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