19.01.2021 06:00 |

„Krone“-Ombudsfrau

Käuferschutz schützte Leser aus Salzburg nicht

Als offenbar betrogener Konsument von einem Onlinebezahldienst im Stich gelassen fühlte sich ein Salzburger. Über sein Konto wurde eine Transaktion durchgeführt, die er nie getätigt hatte. Einwände ließ die Firma nicht gelten - bis sich die Ombudsfrau einschaltete.

„Ich bin entsetzt, dass ich etwas bezahlen muss, was ich weder bestellt, gekauft noch erhalten habe“, schrieb Martin Z. verärgert der Ombudsfrau. Im Dezember fiel dem Salzburger auf, dass sein Konto, das er beim Onlinebezahldienst Paypal hat, mit rund 1130 Euro belastet wurde - obwohl Herr Z. keine Transaktion getätigt hatte. Ein Bestätigungs-Mail, das sonst versendet wird, erhielt er nicht. Offenbar hatten sich Betrüger Zugang zu seinem Konto verschafft. Auch die für Lieferungen hinterlegte Versandadresse war geändert worden.

Herr Z. änderte daraufhin sofort sein Passwort und kontaktierte den Paypal-Käuferschutz, der in solchen Fällen eigentlich helfen soll. Ein Storno der Transaktion wurde abgelehnt, da diese autorisiert gewesen sei. Für den Leser folgte eine wahre Odyssee. Er erstattete Anzeige, fand über das Unternehmen, an das die Zahlung ging, heraus, dass ein Smartphone bestellt wurde. Unzählige weitere Korrespondenz mit Paypal folgte, Herrn Z. ließ man immer abblitzen. Er zahlte schließlich, um sich Inkasso-Ärger zu ersparen - und ersuchte, mit seinem Latein am Ende, die Ombudsfrau um Hilfe.

Entschuldigung nach Ombudsfrau-Anfrage
Auf Anfrage leitete Paypal eine erneute Prüfung ein. Es habe sich bestätigt, dass es sich um eine unautorisierte Zahlung gehandelt habe. Für die Umstände ersuche man um Entschuldigung. Das Geld wird nun erstattet.

Bleibt die Frage, warum der „Käuferschutz“ den gegenständlichen Fall nicht gleich genauer geprüft hat?

 Ombudsfrau
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