Viele Anfragen

Corona schränkt auch die Eisstockschützen ein

Oberösterreichs Seen frieren nun schnell zu. Die Rechtslage für die Eisstockschützen ist aber von Bezirk zu Bezirk verschieden und auch die Tragfähigkeit der Eisflächen ist teilweise noch gering.

Die Dauerkälte lässt Oberösterreich erstarren – zumindest die Seen und Teiche. Und weil alles anders ist als normal, trauen sich viele Hobby-Eisstockschützen nicht ohne Rückversicherung aufs Eis. „Wir gehen seit zwei Tagen in Anfragen unter“, heißt es bei der BH Ried im Innkreis, wo die Antwort klar ist: Mit dem Eisstock aufs Eis ist kein Problem, aber „Stöckeln“ geht nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt, Familien oder einer Bezugsperson. Aber wie viele Haushalte sind acht Personen stark oder größer, damit sich zwei Mannschaften ausgehen?

In Rohrbach ist „Stöckeln“ erlaubt
„In Rohrbach ist es aber erlaubt“, weiß Herbert Nömaier aus Antiesenhofen, Präsident der Stockschützen Oberösterreichs. Die gelten als Sportler, dürfen derzeit nicht trainieren und schauen damit etwas neidisch auf die Mühlviertler Hobby-Schützen, die mit Birnenstöcken ausrücken. Bei der BH Rohrbach bestätigt man: „Werden die Abstände – also einen Meter und zehn Quadratmeter je Person – eingehalten, ist Eisstockschießen im Freien erlaubt.“

Eis ist noch sehr dünn
Eislaufen ist übrigens rechtlich kein Problem, ist wie Skifahren erlaubt. Aber Vorsicht: Das Eis wächst zwar schnell, ist teilweise aber noch dünn. „Drei Zentimeter, nicht mehr. Nicht draufsteigen“, sagten Wasserexperten des Landes OÖ, die mit einem Boot auf den zufrierenden Feldkirchner Badeseen unterwegs waren. Erst ab mindestens acht Zentimetern Dicke trägt Eis einen Erwachsenen.

Tipps für Retter
„Wenn man einbricht, Hände auseinander, damit man verhindert, unters Eis zu geraten“, rät Martin Eberl von der Wasserrettung OÖ. Dann muss man rasch rauskommen, da der Körper im Eiswasser abkühlt, binnen einer Minute werden Arme taub. Für Helfer gilt: Notruf absetzen, am Eis nur zum Verunfallten hinrobben, um das Gewicht besser zu verteilen, am besten einen Gegenstand wie einen Stock hinhalten, um ihn herauszuziehen. „Nie selbst in Gefahr bringen“, mahnt Eberl.

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Dienstag, 30. November 2021
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