Forderung an Bund

Höheres Pflegegeld für Demenzkranke verlangt

Das große Vergessen im Alter, samt Verwirrung, Orientierungslosigkeit und oft auch Aggression zum Krankheitsbild der Demenz verdichtet, greift immer mehr um sich, der Betreuungsbedarf nimmt zu. Oberösterreichs Landtag wird daher vom Bund eine bessere Pflegegeld-Einstufung in Demenzfällen verlangen.

Von derzeit 21.000 Demenzkranken wird sich die Zahl bis zum Jahr 2050 auf mehr als 48.000 verdoppeln – mit entsprechenden Auswirkungen auf Betreuung und Pflege in Heimen und daheim. Dieses Thema hat am Donnerstag auch einen Unterausschuss des Landtags bewegt (wir berichteten). Mit dem konkreten Ergebnis, dass es bei der nächsten Sitzung im Jänner eine Resolution des Landesparlaments an den Bund geben wird.

Demenz bei Einstufung berücksichtigen
Die Bundesregierung wird beauftragt, Demenz bei der Einstufung des Pflegegelds stärker zu berücksichtigen. Aktuell gibt es bei der Erhebung des Betreuungsbedarfs einen Zuschlag in Höhe von 25 Stunden pro Monat. Das ist insbesondere in jenen Fällen, in denen Demenzkranke noch mobil sind, viel zu wenig.

Spezialisierte Demenz-Servicestellen
Der ÖVP-Sozialsprecher Wolfgang Hattmannsdorfer und FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr betonen die Wichtigkeit einer Verbesserung beim Pflegegeld. „Konkret erwarte ich mir, dass Personen mit Demenz in jeden Fall um eine Stufe höher bewertet werden“, sagt Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ). Sie betont, dass Oberösterreich selbst bereits eine Demenzstrategie mit vielfältigen Angeboten habe. So zum Beispiel gibt es bereits elf spezialisierte Demenz-Servicestellen im ganzen Land für Beratung und Unterstützung für Betroffene und Angehörige. im häuslichen Umfeld.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Montag, 25. Oktober 2021
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