Landesgericht Wels

Getötete Tanzlehrerin: Wiederaufnahme abgelehnt

Ein Drei-Richter-Senat am Landesgericht Wels hat auch den dritten Wiederaufnahmeantrag eines Verurteilten abgewiesen, der 2014 nach einer tödlichen Sexattacke auf eine Tanzlehrerin in Gmunden 20 Jahre Haft ausgefasst hat.

Wieder seien „keine neuen Tatsachen oder Beweismittel, die alleine oder in Verbindung mit den früher erhobenen Beweisen geeignet erscheinen, die Freisprechung des Verurteilten begründen zu können“ angeführt worden, informierte das Gericht am Donnerstag.

51-Jährige wurde erst nach zwei Tagen gefunden
In der Nacht auf den 7. Juli 2013 hatten das spätere Opfer und der Gmundner im Tennisklub mit Sportkollegen gefeiert. Zwei Tage später wurde die 51-jährige Frau schwer verletzt und halb nackt in ihrem Garten gefunden. Sie starb, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.

Mord durch Unterlassung
Der Beschuldigte wurde wegen Vergewaltigung mit Todesfolge sowie versuchten Mordes durch Unterlassung zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt. Seitdem betreibt er unermüdlich die Wiederaufnahme des Verfahrens. Im Kampf um einen Freispruch wird er von einem mehrere Hundert Personen umfassendem Komitee unterstützt.

Berufung ans OLG möglich
Gegen die neuerliche Ablehnung für einen Prozess kann der Verurteilte binnen zwei Wochen ab Zustellung des Richterbeschlusses eine Beschwerde an das Oberlandesgericht Linz stellen.

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