16.12.2020 11:25 |

In der Corona-Pause

Stiftung Mozarteum: Umbau statt Konzertbetrieb

Die Konzertsäle der Stiftung Mozarteum zählen mit zirka 350 Veranstaltungen jährlich zu den meistbespielten in Salzburg. Jetzt wird in der Schwarzstraße kräftig gebaut und renoviert. Das Projekt ist mit veranschlagten neun Millionen Euro die größte finanzielle Herausforderung seit Jahrzehnten für die Stiftung Mozarteum.

Bei klassischer Musik führt in Salzburg kein Weg an den Konzertsälen der Stiftung Mozarteum in der Schwarzstraße vorbei. Zur jährlichen Mozartwoche gesellen sich Veranstaltungen der Salzburger Festspiele, des Mozarteumorchesters, der Camerata, der Uni Mozarteum und viele mehr. Nun werden die historischen Räume modernisiert und durch einen Umbau, u. a. zur Vergrößerung des Foyers, ergänzt. „Für die Stiftung Mozarteum ist das die größte finanzielle Herausforderung seit der Rekonstruktion und Wiedereröffnung von Mozarts Wohnhaus 1996“, sagt Präsident Johannes Honsig-Erlenburg.

Die budgetierten Baukosten von zirka neun Millionen Euro verteilen sich zu je einem Drittel auf die Stiftung, die öffentliche Hand und private Sponsoren. „Von Stadt und Land haben wir schon positive Rückmeldungen, mit dem Bund wird noch verhandelt“, bestätigt der Präsident. Sponsoren haben bereits 160.000 Euro beigesteuert.

Anfängliche Bedenken zum Denkmalschutz sind ausgeräumt. „Die Architektur entspricht auch ästhetischen Anforderungen. Es ging uns nicht darum, einen Tempel für die Stiftung hinzustellen“, sagt Honsig-Erlenburg. Ende September erfolgte der Baustart. Mit Unterbrechungen für Mozartwoche und Festspiele wird der Sommer 2022 für die Wiedereröffnung angepeilt. Der Corona-Stillstand bei den Veranstaltungen hatte zumindest einen positiven Nebeneffekt: Der Umbau musste nicht mit einem parallel laufenden Konzertbetrieb abgestimmt werden.

Thomas Manhart
Thomas Manhart
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