11.12.2020 13:09 |

Uni-Rektor:

„Wir waren und sind immer zu Gesprächen bereit“

Rektor Hendrik Lehnert versucht nun die Wogen an der Universität Salzburg zu glätten: Die ÖH kritisierte am Mittwoch scharf, dass Lehnert alle Sitzungen mit Studenten abgesagt hatte. Der Uni-Chef rechtfertigt diese Entscheidung damit, dass „wir den Vorwurf der gestörten Kommunikation nicht tolerieren können.“

Die Uni Salzburg kommt nicht zur Ruhe: Nachdem es in den vergangenen Tagen von allen Seiten Kritik hagelte, wandte sich der Uni-Rektor nun per E-Mail an die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH). Die Vorwürfe könne er nicht nachvollziehen: „Wir waren und sind immer gesprächsbereit, haben vieles für die ÖH in die Wege geleitet und hören dann ’hintenherum’ in den Presseaussendungen, dass wir nicht mit ihnen reden.“ Erschüttert zeigte sich Lehnert auch, dass die Studierenden damit an die Öffentlichkeit gingen.

Uni-Rektor wünscht sich ein klärendes Gespräch

Er appelliert im Schlusssatz, die Kommunikation offen und ehrlich zu besprechen - und will nach einem klärenden Gespräch wieder zum regulären Dialog zurückkehren. Die ÖH bleibt nach dem Angebot skeptisch. „Solche Versprechen haben wir in der Vergangenheit schon oft gehört“, meint ÖH-Vorsitzende Keya Baier.

Der Weg an die Öffentlichkeit sei für Baier unabdingbar gewesen: „Ich verstehe die Überraschung Lehnerts nicht. Was hat er erwartet, wenn nie irgendeine Rückmeldung kommt?“ Die Studienvertreter wollen nun abwarten. Lehnert kündigte die Gespräche für Mitte Dezember an - nach dem 15. Dezember, dem Tag der Entscheidung über seinen Abwahl-Antrag im Senat.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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