Nach tödlichem Unfall

Anrainer kämpfen seit Jahren um 50er-Beschränkung

Schrecklich! Sandra P. (40) war Freitagabend auf ihrem Fahrrad auf der Engerwitzdorfer Landesstraße in Engerwitzdorf (Oberösterreich) unterwegs, als sie vor den Augen ihres Sohnes (17) von einem Auto erfasst wurde. Sie starb an Ort und Stelle. Schon seit Jahren kämpfen Anrainer dafür, dass der unfallträchtige Straßenabschnitt endlich entschärft wird.

„Jetzt muss gehandelt werden. Oder braucht es noch Todesopfer, ehe was passiert?“ Die Anrainer der Engerwitzdorfer Landesstraße sind sauer. Vergangenen Freitag verlor Sandra P. (40) dort ihr Leben. Bereits der dritte schwere Unfall in nur knapp zwei Monaten.

Bereits 2014 gab es Unterschriftenaktion
Erlaubt sind auf der Strecke 70 km/h, die Anrainer fordern eine 50er-Beschränkung. Dass noch immer nicht gehandelt wurde, stößt auf Unverständnis. Denn bereits im Jahr 2014 gab’s eine Unterschriftenaktion.

Keine Beleuchtung entlang der Straße
Auch um ihre Kinder haben die Engerwitzdorfer Angst. Die Bushaltestelle – etwa 100 Meter von der Unfallstelle entfernt – ist weder beleuchtet, noch gibt es dort einen Schutzweg oder eine Haltebucht. In der Früh stehen die Kinder im Dunkeln, direkt neben der stark befahrenen Straße. Auch am Rest der etwa 600 Meter langen Strecke zwischen Simling und Engerwitzdorf gibt’s keine Beleuchtung. Ein Gehsteig wurde nur auf einer Seite der Straße gebaut, deshalb müssen die Schüler diese häufig überqueren.

Weinende Kinder neben der Straße
Wie dringend hier ein Handeln notwendig wäre, verdeutlicht dieses Beispiel: „Meine siebenjährige Tochter hat sich vor Kurzem nicht über die Straße gehen getraut und ist in Tränen ausgebrochen. Die Autos halten dort nicht an, obwohl Kinder neben der Straße stehen. Eine Nachbarin hat ihr Gott sei Dank geholfen.“

Bürgermeister sucht Lösung
Herbert Fürst, Bürgermeister von Engerwitzdorf: „Ich werde das Anliegen mit der Bezirkshauptmannschaft besprechen. Da es eine Landesstraße ist, kann die Gemeinde nichts ändern. Wir versuchen aber, eine Lösung zum Wohle der Bürger zu finden.“

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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Freitag, 23. Juli 2021
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