08.12.2020 09:00 |

„Krone“-Hilfsaktion

Wenn die Not durch die Krise plötzlich spürbar ist

Arbeitslos zu sein macht das Leben schwer. Vor allem wenn man eine Familie zu ernähren hat. In der Krise wird daraus ein Überlebenskampf. Und oft weiß man am Ende des Monats nicht, ob man die offene Stromrechnung bezahlt oder Lebensmittel kauft. „Krone“ und Caritas helfen - dank Ihnen und der Unterstützung zahlreicher Firmen - mit der Aktion „Ein Funken Wärme“.

Bettina R. aus Salzburg hat ihr Leben lang gearbeitet, zuerst als Sekretärin, dann, im Vorjahr, wagte sie sich an ihren Traum heran: Sie machte sich selbstständig mit ihrer eigenen mobilen Computer-Beratung. „Das Geschäft lief gut an“, lächelt die Alleinerzieherin zweier Kinder begeistert. Doch dann brach Corona über die Welt herein: „Durch den Lockdown konnte ich von einem auf den anderen Tag keinen Kundenkontakt mehr haben, wovon mein Geschäft aber lebt. So ist mir von heute auf morgen mein Zubrot weggebrochen.“ Das Ersparte reichte nicht lange für Bettina und die Kinder - und plötzlich war die Not dann da.

Spürbar: Die Familie konnte sich nicht einmal mehr Lebensmittel leisten, geschweige denn die letzte Rate für die Zahnspange des Sprösslings. Der Härtefallfonds wurde erst Monate später genehmigt. Bettina fasste allen Mut zusammen, fragte bei der Caritas um Hilfe an. Die sie auch erhielt in Form von Hygiene- und Essenspaketen, Unterstützung beim Kauf von Schulsachen und der Zahnspange.

Bettina bemühte sich, auch im Lockdown mit Kunden telefonisch in Kontakt zu bleiben, „nicht von der Bildfläche zu verschwinden“. So macht sie nun weiter: „Es wird herausfordernd, aber ich bin optimistisch“, sagt sie. Menschen, denen es schlecht geht, rät sie, die Hemmschwelle zu überwinden: „Erwachsen ist man erst, wenn man um Hilfe bitten kann.“

Hunger, Delogierung, Zukunftssorgen
So weit war heuer auch Bernhard H. aus der Steiermark: Ihn brachte Corona in akute Not. Schon zuvor hatte sich bei ihm als Folge von Kurzarbeit ein bedrohlicher Mietrückstand angehäuft. Und dann erfuhr er, dass er seinen Job als Koch komplett verliert - und auch noch aus seinem gemieteten Haus sofort ausziehen muss. Bernhard machte sich Sorgen, was diese Lage auch mit seiner psychisch kranken Lebensgefährtin machen würde. „Ich wusste nicht mehr, wie ich das Leben so schaffen kann“, erinnert er sich.

Die Verzweiflung führte ihn schließlich in die Caritas-Sozialberatung, wo der Reihe nach an Lösungen für seine Probleme gearbeitet wurde: So wurde etwa bei der Miete geholfen, der Psychosoziale Dienst für seine Frau kontaktiert, Essenspakete mitgegeben. Und: ein Netzwerk für die Arbeitssuche geschaffen. Ein Saisonjob wurde zwar schon gefunden - ob der aufgrund von Corona letztlich starten kann, ist aber fraglich. Deshalb wurde noch ein Plan B erarbeitet. Bettina und Bernhard ließen wir nicht allein in ihrer Not. Wie ihnen geht es gerade heuer aber vielen Menschen - mit Ihrem Beitrag für „Ein Funken Wärme“ helfen auch Sie - danke!

Caritas-Hotline für Hilfesuchende
Wenn sie Hilfe benötigen, können Sie sich unter der Telefonnummer 05/177 63 00 an die Caritas wenden. Die Hotline für Hilfesuchende ist immer montags bis freitags, jeweils von 9 bis 13 Uhr zum Ortstarif erreichbar.

 Ombudsfrau
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Sonntag, 17. Jänner 2021
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