06.12.2020 19:30 |

Kultur im Lockdown

Sax-Lady Susan P. ist in Experimentierlaune

Die in Ehrwald aufgewachsene und in Innsbruck lebende Saxofonistin, Sängerin und Unternehmerin Susan P. hat die Lockdown-Zeit vornehmlich für Klang- und Musikexperimente genutzt. Den daraus resultierenden Song „Thunder“ möchte sie im Frühjahr präsentieren. „Dieser Song ist der Auftakt, um meine kreative Seite stärker zu zeigen“, verrät sie der „Krone“.

Denn ansonsten verstehe sich Susan P., bürgerlich Susan Parth-Blackman, vornehmlich auch als Dienstleisterin. „Wenn ich beispielsweise auf Hochzeiten spiele, dann soll das Brautpaar natürlich die Musik kriegen, die ihm am Herzen liegt“, sagt sie. Aber selbst dann bringe sie eigene Phrasen und kleine individuelle Melodie-Einsprengsel ein.

Candy Dulfer als Idol
Die eigene Handschrift bei Covernummern sei ihr nämlich wichtig, betont das Multitalent, das neben ihren Musikshows auch als Hochzeitsrednerin und Radio-Moderatorin aktiv ist. Als Saxofonistin hat die studierte Medienwissenschaftlerin mit Candy Dulfer jedenfalls ein wichtiges und markantes Vorbild.

„Bei ihr hat mich neben ihrem Saxofonspiel auch das Gesamtbild fasziniert“, erklärt sie. Wohl auch wegen dem Candy-Einfluss sind die Shows von Susan P. audiovisuelle Gesamtereignisse, bei denen weder die klangliche Dimension noch die Optik zu kurz kommen.

Diese Kombination hat sich schon bei zahllosen Veranstaltungen - etwa Firmenfeiern, auf Messeständen oder bei besonderen Gastro-Events - bewährt. Gut und gern bis zu 20 Mal im Monat kommt Susan P. dann auch entweder als Musikerin bei Feierlichkeiten und Events, als Hochzeitsrednerin oder als Gestalterin von Hochzeiten zum Einsatz.

„So gut wie alles weggebrochen“
Der erste Lockdown war deshalb für sie auch ein Schock. „Plötzlich ist so gut wie alles weggebrochen“, konstatiert sie. Sowohl Hochzeiten als auch Events seien auf Eis gelegt worden. Zwangsläufig war die ansonsten so umtriebige und vielbeschäftigte Sax-Lady dadurch auf Heimstudio und kreative Innenschau zurückgeworfen. „Das Heimstudio ist in der Lockdown-Zeit deutlich angewachsen“, lacht sie.

Zudem hat sie sich mit den klanglichen Möglichkeiten ihres Instrumentes beschäftigt: „Ich wollte ausprobieren, wie das Saxofon in verschiedenen Räumen und Umgebungen klingt“.

Sie habe dazu etwa den Klang in der Natur, in einer Kirche oder den reflektierenden Oberflächen eines Betonrohrs erprobt. „Diese Resultate und Erfahrungen habe ich in meinen neuen Song einfließen lassen“, führt sie aus. Trotz dieser Experimente werde es alles in allem ein „chilliger Song“, verspricht sie. Auf dieser Eigenkomposition komme es zu einem Zusammenspiel von „groovigem Sax und rhythmischen Vocals“, fügt die Berufsmusikerin hinzu.

„Live-Gefühl durch nichts zu ersetzen“
Der Song sei etwas Besonderes für sie, eben weil sie als Hauptsongwriterin fungiere. Egal, ob sie künftig dann Eigen- oder Fremdmaterial zum Besten gibt, sehnt sie jetzt schon die Zeit herbei, in der sie wieder live auftreten kann. „Das Live-Gefühl lässt sich für mich durch nichts ersetzen“, streicht sie hervor. Darüber hinaus sei die „Interaktion mit dem Publikum“ überaus wichtig. Zuvor wird sie aber wohl noch die eine oder andere Runde in der Natur drehen müssen. Möglicherweise fallen ihr dort neue Song-Ideen zu.

Markus Stegmayr, Kronen Zeitung

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