Leerstände in Heimen

800 leere Betten in den Quartieren für Flüchtlinge

Die Zahl der Schutzsuchenden geht weiter zurück. In Oberösterreich befinden sich 3765 Menschen in der Grundversorgung. Das sind um 9428 weniger als am absoluten Höhepunkt Ende 2016. Obwohl bereits 20 Quartiere geschlossen wurden, steigt die Zahl der freien Schlafstellen auf 800. „Viel zu viel“, kritisiert die FPÖ.

„Trotz des anhaltenden Rückgangs an Flüchtlingen werden aktuell 800 Plätze freigehalten. Das steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Bedarf“, steht für FP-Landtagsklubchef Herwig Mahr nach der Beantwortung der schriftlichen Landtagsanfrage durch Integrationslandesrat Stefan Kaineder (Grüne) zu Entwicklung der Grundversorgung außer Zweifel. Da mit den Quartierbetreibern unterschiedliche Verträge abgeschlossen wurden, sei es schwer die durch den Leerstand verursachten Kosten genau zu beziffern. „Wir werden das in einer weiteren Anfrage hinterfragen. Jeder Cent ist aber einer zu viel!“

80 von einst 100 Heimen beherbergen Asylwerber
2286 Personen sind aktuell in den 80 verbliebenen „organisierten Flüchtlingsunterkünften“ untergebracht. 30 Quartiere betreibt die Volkshilfe, 22 das Rote Kreuz. Das Diakoniewerk (12) und die Caritas (11) beherbergen in ihren Heimen ebenfalls Asylwerber.

Private Unterkünfte steigen
1479 Schutzsuchende leben in privaten Unterkünften. Tendenz steigend. „Diese Unterbringungsform bringt gravierende Sicherheitslücken mit sich und ist problematisch, wenn es sich um Personen handelt, die sich in zweiter Verfahrensinstanz befinden oder einen geduldeten Aufenthaltsstatus haben“, fordern Mahr, diese Personen ausschließlich in organisierten Quartieren unterzubringen.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Freitag, 23. Juli 2021
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