02.12.2020 09:30 |

„Krone“-Ombudsfrau

Heizung selbst getauscht: Öko-Förderung abgelehnt

Die Förderaktion „raus aus Öl“ soll den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf nachhaltige Systeme erleichtern. Nicht sehr leicht hatte es dabei ein Niederösterreicher. Als Installateur tauschte er seinen Heizkessel selbst - und sollte deshalb keine Förderung erhalten. Die Ombudsfrau konnte helfen!

Auch Andreas U. aus Niederösterreich wollte im Zuge des Umstiegs auf ein neues Heizsystem die Förderungsaktion des Bundes nutzen. Als Installateur ist er seit 22 Jahren tätig. Heizkessel zu installieren und zu tauschen gehört zu seiner täglichen Arbeit. Und genau aus diesem Grund führte er bei sich zu Hause den Heizkesseltausch selbst durch. „Trotz Bestätigung meiner Ausbildung und Qualifikationen durch meinen Chef wurde mein Antrag auf eine Öko-Förderung abgelehnt“, so der Leser.

Als Begründung für die negative Entscheidung argumentierte man gegenüber Herrn U., dass auf der eingereichten Rechnung lediglich Kosten für Material, nicht aber für die Montage, also die Arbeitszeit, angeführt gewesen sei. Arbeiten in Eigenregie würden nicht als Montageleistung zählen, weshalb das Förderansuchen abgelehnt wurde. Weil man auch nicht gelten ließ, dass die Heizung von einem geschulten Techniker abgenommen wurde, schrieb Herr U. der „Krone“.

Förderung letztlich doch gewährt
Nach der Anfrage der Ombudsfrau hat die für die Förderung zuständige Kommunalkredit Public Consulting GmbH das Ansuchen nochmals detailliert geprüft. Dabei sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass der Nachweis über die Ausbildung von Herrn U. sowie die Abnahme der Heizung durch den speziell geschulten Techniker einer fach- und normgerechten Montage gleichzusetzen sei. Die Förderung wurde nun doch gewährt.

 Ombudsfrau
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