30.11.2020 23:55 |

Als bestes Festival

Salzburger Festspiele bei „Oper! Awards“ geehrt

Dass die Salzburger Festspiele heuer trotz Pandemie über die Bühne gingen, war umstritten. Den Veranstaltern war der Aufwand es wert. Jetzt folgt eine Auszeichnung bei den Berliner „Oper! Awards“.

Auch die seit 2019 bestehenden Berliner „Oper! Awards“ mussten sich heuer angesichts der Coronapandemie in den digitalen Raum zurückziehen. Dort ging die Preisverleihung an die internationalen Vertreterinnen und Vertreter der Zunft am Montagabend über die Bühne. Freuen konnten sich mit den Salzburger Festspielen als bestem Festival sowie den Wiener Philharmonikern als bestes Orchester auch zwei heimische Klassikinstitutionen.

Den Titel des besten Opernhauses trug die Staatsoper Hannover davon, und Oksana Lyniv entschied die Sparte der Dirigentinnen und Dirigenten für sich. Und während die georgische Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili als beste Sängerin ausgezeichnet wurde, war es bei den Männer der französische Tenor Benjamin Bernheim.

Der für seinen Bayreuther „Tannhäuser“ 2019 umjubelte Tobias Kratzer wurde zum besten Regisseur erkoren, während Veteran Hans Neuenfels für sein Lebenswerk gewürdigt wurde. Im Kreis der insgesamt 20 Preisträger findet sich auch das Monnaie aus Brüssel, das für seinen „Macbeth Underworld“ von Pascal Dusapin den Titel der besten Uraufführung holte, während die Opera national de Paris mit Rameaus „Les Indes galantes“ die beste Aufführung lieferte. Und schließlich gab es noch einen allumfassenden Preis an die Branche - die Sparte „Größtes Ärgernis“ für „Fantasielosigkeit und passive Opferhaltung der Opernhäuser in der Pandemie“.

Die im Vorjahr erstmals verliehenen „Oper! Awards“ gehen auf das gleichnamige Fachmagazin zurück und werden von einer Jury aus renommierten Branchenjournalisten vergeben. „Natürlich hat die Coronapandemie die vergangene Spielzeit über weite Strecken massiv beeinträchtigt oder sogar unmöglich gemacht. Gleichwohl sind in der kurzen verbliebenen Zeit großartige künstlerische Leistungen erbracht worden, die ausgezeichnet und ins helle Licht gerückt werden müssen“, zeigte sich Ulrich Ruhnke als Juryvorsitzender überzeugt.

 Salzburg-Krone
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