Kommentar

Nicht alle Beamte haben sich Gehaltsplus verdient

Steiermark
29.11.2020 08:00
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Der steirische Personallandesrat Christopher Drexler wollte eine „Nulllohnrunde“ für die Beamten, als Zeichen der Solidarität in der Corona-Krise. Das Vorhaben scheiterte rasch, das Bundesplus von 1,45 Prozent wurde übernommen. Warum das undifferenziert ist und warum die Politik unfähig ist, vernünftig zu wirtschaften, kommentiert „Steirerkrone“-Chefredakteur Oliver Pokorny.

Die Frage, ob das Gehaltsplus für Beamte angesichts der überbordenden Verschuldung des öffentlichen Haushalts gerade in der Corona-Krise gerechtfertigt ist oder nicht, möge jeder für sich selbst beantworten. Die diametralen Standpunkte dazu zeigen wir Ihnen, liebe Leser, auf diesen Seiten.

Der Beamtenabschluss offenbart jedenfalls die Unfähigkeit der Politik, vernünftig zu wirtschaften. Die Steiermark ist dabei keine Ausnahme. Nur Wien und Niederösterreich sind im Schuldenmachen noch hemmungsloser. 5,3 Milliarden Euro schwer wiegt der aktuelle Schuldenberg des Bundeslandes, jeder Steirer steht so mit 4253 Euro und 50 Cent in der Kreide. Das ist viel zu viel.

Angesichts dieser finanziellen Erblast wäre ein differenzierter Gehaltsabschluss für die 7000 Landes- und 19.000 Spitalsbediensteten ein Gebot der Stunde gewesen. Krankenschwestern, Ärzte, Pflegepersonal, Lehrer oder Kindergärtnerinnen leisten in der Corona-Krise Außerordentliches - sie haben sich ein Gehaltsplus im wahrsten Sinn des Wortes verdient. Andere Beamte, die durch die Krise keine Zusatzarbeit haben und vor Kündigung oder Kurzarbeit geschützt sind, wohl nicht.

Warum ein differenzierter Gehaltsabschluss nicht möglich war, erklärt die steirische Politik so: Die anderen Bundesländer haben auch pauschal für alle Beamten erhöht.

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