29.11.2020 00:00 |

Tiroler Bauwirtschaft

Ruf nach beschleunigten Verfahren

Eine von der WK in Auftrag gegebene Umfrage gibt Aufschluss darüber, wie sich Corona auf das Stimmungsbild innerhalb der Tiroler Baubranche auswirkt und vor welchen Herausforderungen UnternehmerInnen stehen.

Um das Stimmungsbild der Tiroler Baubranche während der Pandemie abzubilden, hat die Landesinnung Bau eine Befragung in Auftrag gegeben. Knapp 200 Unternehmer kamen dabei zu Wort. Trotz Corona zeigen sich 67 % mit der wirtschaftlichen Situation zufrieden. Wenn es um den Ausblick ins Jahr 2021 geht, sind die Meinungen geteilt. Während ein Drittel positiv gestimmt ist, zeigt sich der Rest neutral bis negativ. „Diese Unsicherheiten gründen u.a. daraus, dass Projekte nicht in Angriff genommen werden. Der Bau und zahlreiche nachgelagerte Branchen sind ein entscheidender Motor für die Wirtschaft. Deswegen ist es umso wichtiger, sinnvolle Vorhaben zeitnah umzusetzen“, so Landesinnungsmeister Rieder.

Um die Konjunktur zu stärken wurden mit dem Gemeindepaket der Bundesregierung die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt. Allerdings denken 37 % der Befragten, dass diese finanzielle Unterstützung von den Gemeinden bisher nicht ausreichend für Projekte eingesetzt worden ist. Mehr als ein Viertel der Unternehmer sind zudem davon betroffen, dass aufgrund der Deckelung der Wohnbauförderung der Kostenrahmen für Projekte zu gering ist. Laut Angaben der Befragten konnten aus diesem Grund hunderte Wohneinheiten nicht errichtet werden. Auch die Zufriedenheit mit den Behördenverfahren wurde bei der Befragung erörtert. Der Großteil empfindet die Abwicklungen als langwierig, bürokratisch und projektverzögernd. „Digitale Verfahren könnten zu einer erheblichen Systemverbesserung führen“, so Rieder. Laut aktuellen Angaben vom Land Tirol dürfen Bauverhandlungen auch im zweiten Lockdown stattfinden, wobei diese ebenso in Form von Videokonferenzen erfolgen.

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