10.11.2020 07:00 |

Feuerwehr vor Hürden

Zweiter Lockdown setzt Floriani-Jünger unter Druck

Der erneute Lockdown wird für die Feuerwehren zur Belastungsprobe. Speziell in kleinen Gemeinden fällt es Kommandanten schwer, den Betrieb aufrecht zu erhalten. „Für viele Gemeinden ist es schon in Normalzeiten schwierig, die Einsatzbereitschaft herzustellen“, erklärt Günter Trinker vom Landesfeuerwehrkommando.

Um gegenseitige Ansteckungen zu vermeiden, müssen sich die Freiwilligen Feuerwehren derzeit in Einsatzgruppen teilen. Doch vor allem in kleinen Pendler-Gemeinden erschwert die Regelung den Betrieb. „Wir haben in unseren beiden 26-köpfigen Gruppen nur jeweils fünf Leute, die im Tal arbeiten“, erklärt Hansjörg Hettegger, Kommandant in Hüttschlag. „Bei Großeinsätzen müssen die Kollegen aus Großarl helfen.“ „Dadurch, dass mehr Leute arbeiten als während des ersten Lockdowns, ist es keine leichte Situation“, schildert sein Kollege Markus Buzanich, Feuerwehrkommandant in Schwarzach. An dem derzeitigen System führe aufgrund der steigenden Infektionszahlen jedoch kein Weg vorbei, betonen beide einhellig.

Auch Landesfeuerwehr-Chef Günter Trinker weiß um die angespannte Lage der 119 Salzburger Feuerwehren. Laut ihm sind geschätzt nur 25 Prozent aller Floriani im Land untertags verfügbar. „Für viele Gemeinden ist es schon in Normalzeiten schwierig, die Einsatzbereitschaft herzustellen“, sagt Trinker. „Die Pandemie erschwert den Betrieb zusätzlich.“

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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