06.11.2020 11:16 |

Ab Montag Risikogebiet

Anzahl an Corona-Todesfällen auf 36 gestiegen

Wie der Landespressedienst heute, Freitag, bestätigte, ist die Anzahl an Corona-Todesfällen in Kärnten auf 36 gestiegen. Grund für die plötzliche Steigerung sind Probleme in der Verarbeitung. Zum einen funktioniert die Auswertung nicht rasch genug, zum anderen machen Personalnot und Contact Tracing Probleme.

In Kärnten wurden heute, Freitag, 206 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Dazu kommen gesamt 36 Todesfälle. „Aufgrund von Problemen in der Datenverarbeitung, ist es zu einem solchen Anstieg gekommen. Die Daten sind verzögert eingetragen worden, denn die acht neuen Todesfälle dürften sich im Zeitraum von 2. bis 4. November ereignet haben“, so Gerd Kurath vom Landespressedienst. Die Infizierten seien nicht in Krankenhäusern verstorben, sondern vermutlich in Pflegeheimen. 

Contact Tracing schwer durchführbar
Aufgrund der Verzögerungen komme es auch beim Contact Tracing zu Problemen, da dies nicht wie vorgesehen durchzuführen sei, wenn die Meldungen über Neuinfektionen erst später erfolgen.

Vergänge dauern zu lange
„Wir sind in Kärnten Herr der Lage, aber es wird immer angespannter. Alles dauert länger als gedacht, obwohl wie sowohl Personal- wie auch Laborkapazitäten bereits erhöht haben“, so Kurath weiter. Künftig wird die Kapazität für PCR-Tests aufgestockt, zudem sollen die Tests an sieben Tagen der Woche ausgewertet werden. 

Kein Lockdown wie im Frühjahr
„Die Leute werden zunehmend aggressiv, da sie so lange auf ihre Testergebnisse warten müssen. Dazu kommt, dass zum Teil angeordnete Tests von den Leuten gar nicht mehr gemacht werden“, schildert Kurath: „Trotzdem sind wir von einem Lockdown, wie er im Frühjahr war, noch weit entfernt.“

Ausreichend Krankenhausbetten
Es gibt drei Stufen, welche die Anzahl an Krankenhausbetten mithilfe von ärztlicher Expertise regeln. Momentan befindet sich Kärnten in einer Stufe, welche 48 stationäre und 29 freie Intensiv-Betten zur Verfügung stellen. Eine Aufstockung sei jederzeit möglich und wird tagesaktuell entschieden.  

20 positive Fälle in Windisch-Kaserne
Nach der Testung der am Dienstag wieder eingerückten Kompanie erhöht sich die Anzahl der positiven Corona-Fälle in der Windisch-Kaserne in Klagenfurt auf 20. „Die meisten der positiv getesteten Soldaten geben bei einer durchgeführten Befragung an, auch positive Fälle im privaten Umfeld zu haben“, heißt es seitens dem Militärkommando Kärnten. 
Die rund 80 betroffenen Soldaten wurden wieder in die häusliche Isolation geschickt. Nächste Woche sollen weitere Testungen erfolgen, erst nach deren Ergebnisse soll die Kompanie voraussichtlich wieder ab 16. November einrücken.

Kärnten wurde auf „Rote Liste“ gesetzt
Als letztes Bundesland Österreichs wurde nun auch Kärnten von Slowenien als Risikogebiet eingestuft. Das bedeutet, dass ab kommenden Montag auch alle Kärntner, die aus Österreich nach Slowenien einreisen, einen negativen Covid-19-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorlegen oder sich in eine zehntägige Quarantäne begeben müssen.
Es gelten mehrere Ausnahmen für Pendler, Schüler, Güterverkehr sowie bei dringenden persönlichen oder geschäftlichen Reisen, wobei die Rückkehr innerhalb von 48 Stunden erfolgen muss.

Aktuelle Fallzahlen:
- 2106 aktuell Infizierte
- 206 Neuinfektionen
- 128 hospitalisiert (117  stationär betreut, 11 intensivmedizinisch betreut)
- 4280 bestätigte Fälle
- 2138 Genese
- 36 Verstorbene
- 114.365 Proben wurden abgenommen, davon 1200 Tourismustestungen

 Kärntner Krone
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